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Als Dracula zum ersten Mal Vater geworden
Lud er Vampire ein von allerorten.
Und feierte sein erstes Kind
Das er natürlich prächtig find.
"Wie schön ist doch mein Töchterlein,
hochintelligent, so zart und fein.
Das süße Näschen, der herzige Mund
Die schönen Augen, die Wangen so rund!
Es ist das allerschönste Kind
Das auf der ganzen Welt man find!"
Hundert Vampire hoben das Glas
Mit Blutsekt – im alten Schlosse man saß
Sie fletschten alle mit den Zähnen
Und grinsten wie 'ne Schar Hyänen.
Nur ein Vampir, der Saugowicht
Hielt sich an die Etikette nicht.
Er wollte einen Spaß sich machen
Und auf Draculas Kosten lachen.
"Was", fragt er, "ist ein Mädchen schon?
Das einzig Wahre ist ein Sohn.
Mädchen sind nur, das weiß jeder
Spielzeug für die Söhne anderer Väter."
Und schloß mit einem fiesen Lacher:
"Dracula, du bist ein Büchsenmacher."
Der Scherz gefiel dem Saugowicht
Dem Dracula hingegen nicht.
Und haut er gleich, ist gar nicht faul
Dem Saugowichte auf das Maul.
Man raufte nun wild hin und her
Und jeder prügelt kreuz und quer.
Man schlug sich in dem Schloß herum
Und warf Möbel und Särge um.
Bis Dracula mit Ungestüm
Saugowicht warf aus dem Fenster schlimm.
Die schöne Feier war geplatzt
Wer dageblieben, war vergnatzt
Und alles, weil der Saugowicht
Sein loses Maul konnt bremsen nicht.
Und traf Draculas Vaterstolz
Grad wie ein Vampirpflock aus Holz.
Draculas Kampf mit Azrael dem Feuerdämon
Wieder kam Azrael hervor
Die Flamme lodert hoch empor.
Jerusalems ganze Vorstadt brennt
Das Volk, es schreit, zum Löschen rennt.
Es ziehn umher des Rauches Schwaden
Welche sehr der Lunge schaden.
Und auf König Salomo, hehr und schön
Hat es Azrael abgesehn.
Und wie ein glühender Komet
Er los auf Salomonen geht.
Der sucht sein Heil wohl in der Flucht
Es folgt ihm Azrael mit Wucht.
Und sein glühender Schweif, der zündet an
Was er vor sich nicht erwischen kann.
Da rief der König Salomo:
"Mir brennt der Kittel lichterloh!
Jehova, rette mich vor Schaden
Sonst ist dein Knecht gegrillter Braten!"
Und als er in den Keller flitzt
Azrael durch die Tür sich blitzt.
Da lauert Dracula schon listig
Und trifft Azrael mittelfristig
Mit einer starken Wasserspritze
Kühlt er dem Dämon seine Hitze.
An der Spritze fünf Hebräer pumpen
Sehr stark, sie lassen sich nicht lumpen.
Azrael brüllt, es qualmt und zischt
Als ihn der Wasserstrahl erwischt.
Dracula legt 'nen Hebel rum
Und schon fällt eine Mauer um.
Und bricht hervor die Wasserflut
Zu löschen des Azraels Wut.
Salomo sprach: "Ja, Azrael,
mein alter Freund, jetzt guckst du scheel?
Erst hat der Kittel mir gebrannt
Bin um mein Leben ich gerannt
Jetzt bist du eingesperrt im Keller,
es steigt das Wasser immer schneller.
Dämonenbanner halten dich,
gleich wie du wütest fürchterlich."
Denn Dracula, so wird berichtet,
hat jeden Abfluß abgedichtet.
Dabei halfen ihm die Hebräer
Überall lauern seine Späher
Bis dass Azrael, der Bösewicht
Mit einem letzten "Pffff!" verzischt.
Der Feuerdämon ist gelöscht
Was mancher erst nicht glauben möchte.
Dracula war der Held des Tages
Selten gab es einen seines Schlages.
Zwar war er tüchtig naß geworden
Doch konnte dieses ihn nicht morden.
Doch hat er tüchtig sich erkältet
Was König Salomon gemeldet.
Er schneuzt und hustet, spuckt und schwitzt
Während er im Dampfbad sitzt.
Es lief ihm ständig auch die Nase
In dieser heftigen Erkältungsphase.
An der Siegesfeier mit einem Schal um den Hals
Nimmt er dann teil jedenfalls.
Jubelnd ertönt ein Männerchor
Hebt seine Leistung nun hervor
Und lobt ihn in den höchsten Tönen
Gesungen von Hebräersöhnen.
Nur Hohepriester Jojakin
Der schaut noch immer scheel auf ihn.
Weil er den Fledermaus- und Flattermann
Absolut nicht vertragen kann.
Jojakin mault mit finstren Blicken:
"Jahwe, konnst keinen andren schicken?
Ein Engel, strahlend rein und her
Der hätte mir gefallen mehr
Als dieser Vampir, oh, oh, oh,
der rettet König Salomo."
Das hat der König selbst vernommen
Er ließ Jojakin zu sich kommen
Und machte diesem drastisch klar
Dass er gar sehr undankbar war.
"Sei froh, dass unser Flehn vernommen
der Herr – und Dracula gekommen.
Er ist ein Kämpfer für das Licht
Sonst tötet er Azrael nicht
Der Satans Werke ausgeführt
Was wir sehr drastisch wohl gespürt.
Die halbe Stadt ging auf in Rauch
Mein Kittel, ja, der brannte auch.
- Jetzt bin ich, König Salomo
vom Dämon frei und drob sehr froh.
Und wenn du weiter meckerst, Bube,
dann kommst du in die Löwengrube!
Gleich morgen reist Dracula ab
Dann fährt er durch die Zeit im Trab
Und wird gebeamt durch Dimensionen
Dorthin wo er tat früher wohnen."
Bei sich hat Salomo gedacht
Dass dieses ihm viel Freude macht.
Er trug es Dracula noch nach
Was die Königin von Saba in den Lüften sprach
Als sie gestöhnet: "Oh, oh, oh,
du befriedigst besser mich als Salomo.
Gleich was von ihm die Fama spricht
In den Lüften vögeln kann er nicht.
Das kannst nur du, mein Dracula,
ah oh, ah oh, ah oh, ja, ja."
Auf diese Konkurrenz, mitnichten,
konnt' Salomo sehr gut verzichten.
Der Trank des Saugofatius
"Oh Dracula, trink diesen Saft,
damit des Tageslichtes Kraft
dir deinen Körper nicht zersetzt
und die Organe nicht zerfetzt.
Sprich dabei diese Zauberformel
Und bitte deutlich, ohn' Gemormel.
Doch eines mußt du wohl bedenken,
bei Tag, da kann ich dir nur schenken
dass du als kleine Fledermaus
für eine Stund' das Licht hältst aus.
Es bleibt dir länger dann mitnichten
Dich in ein dunkeles Versteck zu flüchten
Ansonsten hast du große Not
Und bist am Ende fledermausetot."
So spricht zu Dracula zum Schluß
Der Geist vom Heilgen Saugofatius
Im Heilgen Hain von Avalon.
Danach der Vampir fliegt davon
Hat seinen Mantel ausgebreitet
Womit er durch die Lüfte gleitet.
So fliegt er hin ins Abendrot
Zu kämpfen gegen Schwarzmagie und Not.
Im Feenreich, das ist wohl klar
Gefeit gegen das Tageslicht er war.
Und er durchflieget dann das Tor
Kommt in der realen Welt wieder hervor.
In Avalon Saugofatius der Weiße spricht:
"Einen Bessern find ich nicht
zum Großen Kampf gegen die Schwarzmagie
und Finsternis, der endet nie
bevor nicht da der Jüngste Tag
und damit endet Müh und Plag.
Dann sehen wir, wer hat den Sieg
In dem seit Beginn des Universums währenden Krieg.
Ob es Gott oder der Satan ist
Stellt sich heraus zu dieser Frist.
Und als das Zünglein an der Waage,
den Ausschlag gibt an jenem Tage
der Vampir, ob noch Blut er trinkt
oder die Wandlung ihm gelingt.
- Graf Dracula reist durch die Zeit
als Agent der Weißen Magie, zu jeder Gelegenheit
die Macht des Bösen zu bekämpfen
Luzifers wilde Wut zu dämpfen
Zu streiten mit der Hölle Horden
In vielen Zeiten, an vielen Orten.
Halb Tollpatsch und halb Supermann
Geht Dracula gegen die Hölle an."
Dracula war kein reiner Held
Weil ihm auch gut das Weib gefällt
Und manchmal packt ihn Blutesdurst
Dann ist die Weißmagie ihm wurst
Bis seinen Blutdurst er gestillt
Wonach ihn oft die Reu erfüllt.
Dracula war kein Heiliger
Doch hat er seine Vampirehr
Er war ein Vampir und ein Graf
Und niemals nicht ein Tugendschaf.
Will er im Tageslicht bestehn
Kann's nur mit Saugofatius' Trank bestehn
Den muß er sich dann zubereiten
Und trinken anstatt Blutmahlzeiten
Einmal im Jahr für zwei, drei Wochen
Sodass die Macht des Tageslichts gebrochen
Und er als eine Fledermaus
Sie eine Stund' kann halten aus.
In diesem Trank, da ist kein Blut
Die Rote Beete färbt ihn gut,
veredelt ist er mit Mistelsaft
und Weihwasser, das Kräfte schafft
und ein paar besonderen Zutaten
damit er wirklich gut geraten.
Als da sind Alraunenwurz und Spinnenbein
Geraspelt in den Trank wohl fein.
Er schmeckt Dracula fürchterlich
Er trinkt ihn, und er schüttelt sich.
Und freut sich mit viel Gaudium
Wenn die Drei-Wochen-Trank-Diät herum.
Wonach er mit viel Temperament
Als Agent der Weißen Magie sich dann bekennt.
Wer drei Wochen lang Rote Beete zu sich hat genommen
Der kann vor nichts mehr Angst bekommen.
Hoch steigert die Weißmagisch Kraft
Sankt-Saugofatius Gemüsesaft.
Und es unterdrückt die schwarzmagisch-bösen Triebe
Der gute Saft der Roten Rübe.
So ist's bei Dracula, dem Vampir,
doch lieber tränk er Blut und Bier.
Aber er muß das Opfer bringen
Soll der Kampf gegen Luzifer und die Höll' gelingen.
Wer diesen Saft vertragen hat
Ist fit für jede Heldentat.
Draculas Liebeslied
< Dracula verfaßte dieses um 1.890 v. Chr., als er sich anläßlich einer Zeitreise einige Jahre in Babylon aufhielt, wo er unter den Namen Drakukadnezar auftrat >
Oh, Nofretampon (Saugetamon, Nosfetete, Beissigunde, Menufledra, Saugit, Kassandrace, Blutith, Nosferata, Blutigunde, Anasdracia - oder sonst eine), Königin der Nacht,
die höchste Liebesglut, die hast nur du entfacht,
in meinem schwarzen Vampirherz
dich anzusehn bringt meinem Auge Schmerz -
weil du so einzig wunderstrahlend schön
und es mich immer freut allein dich anzusehn.
Tikkurat - Tikkurat - Akkutat - Tikkurat.
Zupf - zupf - kling - klang - kling - sing - sing.
Es singt dein Liebeslied die Flöte und die Laute,
du Wunderbarste, die ich je erschaute.
Schwarz (blond, braun, rot, kahl dein Köpfchen - bei glattrasiertem Kopf - mit Strähnen usw.) sind deine Haare, deine dunklen Augen,
weiß schimmern deine wunderbaren Zähne Blut zu saugen,
bei deinen Lippen, einzigartig voll und rot
das Herz die wahre Liebe mir zu sprengen droht.
Tikkurat usw.
Wenn deine Brüste prall (klein, groß, sehr groß, fest, weich, zart, süß, im Zweifelsfall immer wundervoll) wie kleine Zicken wiegen sich,
die Luft, sie singt,
wenn sie dein zarter Flügel schwingt,
deine Hüften, deine schön Gestalt,
oh Nofretampon (Saugetamon, Nosfetete, Beissigunde, Menufledra, Saugit, Kassandrace, Blutith, Nosferata, Blutigunde, Anasdracia - oder sonst eine) entzückt mich immerzu und bald.
Tikkurat usw.
Will ich mit dir das süße Blut der Lust wohl trinken
In zarter Liebe wir uns in die Arme sinken.
Im rauschend Flug durch eine milde Sternennacht
Da wird in Lüften hoch die Liebe wohl gemacht.
Umschlungen in den spielend Winden
Einzig Geliebte, werden wir die Lust und die Erfüllung finden.
Tikkurat usw.
Von deinen Lippen trink ich Wonne, Glück,
und es entflammt mein Herze dein verhangner Blick.
Oh, Nofretampon (Saugetamon, Nosfetete, Beissigunde, Menufledra, Saugit, Kassandrace, Blutith, Nosferata, Blutigunde, Anasdracia - oder sonst eine), Königin der Nacht,
im Liebesfluge wir uns tummeln bis der Tag erwacht.
Und ruhen dann vereint im myrrheduftend Sarg,
der nie ein größres, reinres Glück als unsres barg.
Tikkurat usw.
Und müßte ich entscheiden mich,
zwischen dir und einer Königskron gäb' ich
ganz Assur hin und Babylon,
für einen einz'gen zarten Kuß von dir als Lohn.
Oh, Nofretampon (Saugetamon, Nosfetete, Beissigunde, Menufledra, Saugit, Kassandrace, Blutith, Nosferata, Blutigunde, Anasdracia - oder sonst eine), Königin der Nacht,
so schön, so zart, so gut, so voller Glut -
nur du allein
du kannst es sein
die mich zum glücklichsten Vampire aller Zeiten macht.
Nur dir allein weih' ich mein schwarzes Herz und meinen Biß,
und ohne dich ist ekles Sonnenlicht und keine Finsternis.
Tikkurat usw.
Dracula und der Holzwurm
Dracula liegt im Sarg und schnarcht
Und fühlt sich fürchterlich verarscht
Als so ein Holzwurm sägt und geigt
Herum auf seinen Nerven steigt
Auch noch eine Familie gründet
Die an dem Sarge Nahrung findet.
Sie bohrn sich kreuz, sie bohrn sich quer
Dracula kann nicht schlafen mehr.
Schon machen seine Nerven schlapp
Er findet keine Ruh' im Grab
So dass er sich in einer Nacht
Dann schließlich aus dem Staub gemacht.
Was kein Vampirjäger geschafft
Dieses gelang des Holzwurms Kraft
Er hat den Blutsauger vertrieben
- das sind die Helden, die wir lieben!
Nachruf
Vorbei ist deine Lebensfrist
du wirst von allen sehr vermißt
und unter Tränen wird uns klarst
wie hochbedeutend dass du warst.
Mit dir schied hin ein gutes Herz
die Hinterbliebnen sehns mit Schmerz.
Eine große Lücke läßt du offen
und wir, es bleibt uns nur zu hoffen
dass dich allhier zuguterletzt
die große Lücke voll ersetzt.
Requiescat in Saarland.
Mißglückter Selbstmordversuch
Die Kugel traf ihn in das Ohr
und kam am andern Ohr hervor
fand nirgends einen Widerstand
weshalb sein Leben nicht entschwand.
Und darum, weil so hohl sein Kopf
es lebte munter fort der Tropf.
Luzifer
Der Schönste, Beste, Erhabenste von der himmlischen Schar.
Lichtengel, der Gott mit am Nächsten war.
Zu stolz, um im Himmel der Zweite zu sein
Gestürzt in den Abgrund, Herrscher der Hölle allein
Gefürchtet von Menschen, verehrt von der Teufelsschar
Fast allmächtig, gewaltig, des Mitleids bar
Schrecklich und stolz, aus des Himmels Höhn
Ist er gefallen, Satanas, grausig und schön.
Schwarzer Engel, Schlangentod speit sein Gesicht
Kannst ihn bekriegen, besiegen doch nicht.
Dort thronet er nun über der Höllischen Schar
Der einmal Gottes Gefährte war.
Ewigkeiten vergehen, und am Jüngsten Tag
Wird sich dann zeigen, wer siegen mag.
Shenandoah
Am Blue River in Montana
Lebt die schöne Shenandoah
Die schönste Blume der Prärie
Keine war so schön wie sie
Schwarze Augen - schwarzes Haar
Perlenlachen - wunderbar
Und sie liebt, und er liebt sie
Blaurock-Leutnant Tallahee.
Stolzer Reiter, Karriere
Aus gutem Hause, Mann von Ehre
Blaue Augen, blondes Haar,
frohes Lachen, Blick so klar.
Vom Hauptquartier kommt der Befehl
Die Cheyennes umzusiedeln, ganz reell
Als diese widerstehn dem Zwang
Setzt sich die Armee in Gang.
Gatling-Guns, Colts, Säbel, Schießgewehr,
bald gibt es die Cheyennes nicht mehr.
Frauen, Kinder, alle tot
Blutig war das Morgenrot.
Captain Gatlock war gekommen
Hat Shenandoahs Skalp genommen
Mörderauge - hat das Haar
Von Shenandoah, wunderbar.
Tallahee weit weg im Felde war
Hat es spät erfahren, klar
Fand nur noch das Massengrab
Kojote Totenklage gab.
Hörte die Greuelgeschichten
Die vom Massaker berichten
Blaue Augen, blondes Haar
Nahe er dem Wahnsinn war.
Vergewaltigt, aufgespießt
Shenandoah ihr Leben büßt
Captain Gatlock, Indianderschreck
Schnitt den Skalp ihr ab am Fleck
Tote Augen, schwarzes Haar
Blutiger Skalp am Gürtel war.
Später im Fort man den Captain fand
Abgehauen seine Hand
Mit dem Säbel durch den Bauch
Verschwunden war den Skalp dann auch
Schwarze Augen, schwarzes Haar
Von Shenandoah, wunderbar
Und wie der Geist von der Prärie
Verschwunden, der geliebt hat sie
Niemand weiß jetzt, wo er ist
Leutnant Tallahee - vermißt.
Blaue Augen, graues Haar
Nie vergessen, Jahr um Jahr
Die schönste Blume der Prärie
Keine war so schön wie sie
Schwarze Augen - schwarzes Haar
Perlenlachen - wunderbar
Am Blue River in Montana
Lebt die schöne Shenandoah.
Der Tote im Fluß
Das Wasser gurgelt und die Flut
Spielt mit ihm, eiskalt ist sein Blut.
Aufgedunsen und entstellt
Toter Mann in dieser Welt.
Verronnen die Zeit, das Leben vorbei
- Fische fressen die Augen, der Mund offen zum stummen Schrei.
Mitten in der Stadt liegt der Tote im Fluß
Leben und Leid sind vorbei, kalten Todes Kuß
- geboren, verloren, verronnen die Zeit
erbarme dich, Herr, unserer Wenigkeit!
Houngan oder Die Großen Alten
Pochende Trommeln, brünstige Leiber,
bei der Plantage schwarze Männer und Weiber
drehn sich ekstatisch und wild im Tanz,
Tropennacht, Haitis Sternenglanz,
lodernde Feuer, Tierstimmengekreisch aus dem Dunkel.
Rundum wie eine Mauer der Dschungel.
Der Houngan reckt die Arme empor und spricht,
speit Rum ins Feuer, die Flamme zischt.
Ein Blitz und ein Donner, die Erde bebt
Aus dem Gräberfeld sich schaurig ein Unhold erhebt.
Drei Meter groß, verwitterte Mumie mit Fratzengesicht.
"Baron Samedi, willkommen!" der Houngan spricht.
Mit modrigem Frack und Zylinder steht Samedi -
Es wirft die Menge sich nieder und beugt die Knie.
Muschelhorn dröhnt, Houngan ruft: "Heute ist die Nacht,
die Samedis Reich auf die Erde gebracht.
Die Toten heut' aus dem Jenseits wiederkehren,
die eitle Menschheit das Grauen zu lehren."
Gebieterisch Samedi winkt, die Gräber gehen auf
Es steigen die Toten empor zuhauf.
Und eine Schar Leichen, halb vermodert, entstellt,
her über die schreienden Lebenden fällt.
Einige fliehn - wohin? - der Rest um den Houngan steht
Unter der Zombies Biß und Totenhand auch ihr Leben vergeht.
Stunden später stehen sie auf, zerfressen, entstellt,
und ziehen mit Samedis Heer aus zu erobern die Welt.
Weltweit stehen die Toten auf, tappen schrecklich umher,
wer sie einst gewesen, was sie gefühlt wissen sie nicht mehr.
Nur Gier nach lebendigem Fleisch erfüllt ihre Gehirne
Und über allem leuchtet der Mond und strahlen Gestirne.
Die Zombies stehn auf, die Toten gehen um,
zu fressen und töten die Lebenden, bis alles stumm,
in Trümmern liegt die gesamte Welt
Samedi schauriges Gericht und Herrschaft hält.
Vermessen und nichtig die Wissenschaft ist
Vorbei und zerronnen der Menschheit Frist.
Port-au-Prince, New York, Moskau, Berlin, alles vorbei,
kein Leben, nur Leichen, tote Augen, kein Schrei.
Ins Grab, in den Tod die Menschheit sinkt,
ein grauenvolles Ende der Voodookult bringt.
Die Alten Götter, sie haben gewonnen,
Technik, Wissenschaft, Großstädte, zerstört und zerronnen.
Es bleibt nur ein einziges Gräberfeld
Von dem, was wir gekannt als unsere Welt.
Samedi geht um und die Großen Alten
Unheilvoll die Welt in den Klauen halten.
Der Menschen Welt, die sie verlacht, die nicht an sie geglaubt
Und denen sie Leben und Dasein geraubt.
The Dead walking - die Toten gehen um, irgendwann
Vergehn sie, vermodern, zerfallen zu Staub sodann.
Asche zu Asche und Staub zu Staub,
die Erde ein Riesengrab, Samedis Raub.
So sah es der Houngan, so war es sein Traum
Er schlief und erwachte und wußte kaum
Hat er geschlafen und geträumt dass die Menschheit und untergegangen?
Ist er jetzt wach, oder ist jetzt er im Traum befangen?
Träumt er nun, dass die Erde und Menschheit besteht
Als Zombie, durch dessen verrottend Gehirn die Erinnerung geht?
Weht aus der Ewigkeit eiskalter Wind
Bringt Träume, durch die Erinnerung rinnt?
Von stolzer Menschen hochtechnisierter Schar
Die Kurzzeitprogramm auf der Erde nur war.
Hundert Millionen Jahre haben die Sauriere brüllend die Erde regiert
Ein paar zehntausend Jahre Homo sapiens den Namen führt
Verachtet, verlachte die wahren Gewalten
Zum Opfer gefallen den Großen Alten.
Kosmos
Ein Wassertropfen ein Mikrokosmos ist
Mit Atomsonnensystemen, die Leben bringen für ihre Frist.
Und erst am Jüngsten Tag wird klar
Was Mikro- und was Makrokosmos war.
Jim Preston
Jim Preston, Jim Preston,
so tönt es im Westen,
ein Mann wie aus Eisen, ein Mann wie aus Stahl,
mit stählernen Sehnen und einem Glied wie ein Pfahl.
Stolz reitet er dahin, den Colt an der Seite,
ein Kerl, ja das war er, wie Samt und Seide.
Und holt er auf der Redlight Ranch sein Glied heraus
Ging ehrfüchtig Murmeln der Dirnen durchs Haus
Und standen sie starr, vor Bewunderung stumm
Und dann kam Jenny Watson und legte ihn um.
Nachdem er drei Tage mit ihr war im Bett
Mußt man in den Sattel ihn heben und fragt was er hätt?
"Jim Preston, Jim Preston, sag an, bist du krank?
Du bist ja ganz fertig, ein Mann wie ein Schrank."
"Ach Freunde, ach Freunde, ach seid bitte still
die Watson, die vögelt mich fast auf den Boot Hill."
Aufreibend ist des Marshals Job
Für Muskeln, Penis und den Kopp.
Die alten Götter
Die alten Götter, sie haben gewonnen
Im Staub liegt die Menschheit, ihr Werk ist zerronnen
Versklavt und besiegelt, zerbrochen ihr Stolz
In den Staub getreten was wollte der an des Kreuzes Holz.
Wahnsinnig Gelächter durch die Abgründe des Kosmos widerhallt,
Wahnsinn, keine Hoffnung, die höchste Gewalt.
Sinnlos und zwecklos das All expandiert
Sinnlos und zwecklos alles lebt und krepiert.
Aus Nichts und von Nichts ist der Kosmos geboren
Fressende Maden, von Geburt schon verloren.
Gut oder Böse ist einerlei
Alles Streben und Hoffen nur Narretei.
Erbarmungslos weht uns der Wind der Zeit
Und fegt uns hinaus aus der Ewigkeit.
Auch wenn es bezweifeln die klugen Spötter
Den Kosmos regieren die alten Götter.
Jeanne d'Arc
Der Freiheit Flamme ist erloschen,
die Ernte eingebracht, das Korn gedroschen.
Des Scheiterhaufens Asche barg
Das Herz der Jungfrau Jeanne d'Arc.
Zwar war zu Asche sie geworden
Doch niemand konnt' den Glauben morden
Den Traum, Gestalt hat angenommen
Als Frau in Rüstung ist gekommen
Zu bringen eine neue Zeit
Zu einen Frankreich und befreit
Mit Lilienbanner und Schwert in dem schimmernden stählernen Kleid
Reitet Jeanne hin durch die Ewigkeit.
Verhallt ist lang der Spötter Spott
Vor diesem Fingerzeig von Gott.
Die Wundertaten des Bischof Boom
Weil die Welt so bös und schlecht
Bischof Boom sie erlösen möcht
und fängt zu diesem Zweck sodann
der Wunder groß zu wirken an.
In London weckte eine tote Frau er auf
doch nahm das Unheil seinen Lauf
dass gleich alle Toten Londons auferstanden
und tappten dann als Zombiebanden
überall in der Stadt herum
die Lebenden zu bringen um.
Aus dieser Not mit Müh entkom
durch rasche Flucht der Bischof Boom.
In Rom war er zur Osterzeit
zu neuer Wundertat bereit
zehn Krüge Wasser er in Wein verwandelt
dabei, obwohl er vorsichtig handelt
sich durch die Tücke vom Objekt
das Wunder auf ganz Italien streckt.
Kein Tropfen Wasser gab es mehr
nur Wein dafür in Mengen sehr
die Flüsse waren voller Wein
die Seen, die Adria blau und fein
besoffen ward das ganze Land
was man dann nicht mehr lustig fand.
Auch hier mit Müh und Not entkom
dem Volkszorn unser Bischof Boom.
Weil viele Menschen Hunger plagt
Bischof Boom die Brotvermehrung wagt
und weil Brot allein zu karg ihm war
verfiel er auf alle Produkte von McDonalds gar.
Vermehrt Big Macs, Chicken McNuggets, Salat, Pomm-fritt
durch sein Gebet und die Fürbitt
damit alle Hungrigen der Welt gespeist werden sollten
durch dieses Wunder - doch es grollten
die Hamburger-Konzerne weltweit ihm sodann
und rückten mit Milliarden-Schadensersatzklagen an.
Die Wunderspeis ward eingefroren
ging für die Armen glatt verloren.
Und hat die CIA sogleich
den Wundertäter gekidnappt per Kommandostreich
betäubt und überführt in einen Hochsicherheitstrakt
dort liegt er unter Drogen, nackt,
gefesselt und an Geräte angeschlossen
und Wissenschaftler, unverdrossen
experimentieren mit Gehirnsonden um herauszubringen
wie seine Wunder ihm gelingen.
In diesem Fall nicht mehr entkom
der wackre Wunderbischof Boom.
Merke: Willst du erlösen wohl die Welt
frag erst, ob es ihr auch gefällt.
Die Welt ist schlecht und ungerecht
was bitte auch so bleiben möcht.
Denn wenn es plötzlich anders wär
dann funktionierte sie nicht mehr.
Die Sternenwutz
In der Galaxis XP 384-Rho III lebt die Sternenwutz
Und bot jeglicher Ordnung Trutz.
Bei ihr, da flogen kreuz und quer
Die Sonnensysteme wohl umher.
Sternenhaufen ballten sich zu Klumpen,
Spiralnebel, vergammelt und so grau wie Lumpen,
was ihr im Weg war noch und noch,
stopft sie einfach in ein Schwarzes Loch.
Die Galaxis total vergammelt und unordentlich war
Nicht festzulegen ein Lichtjahr
Weil es war alles voller Schmutz
Von dieser alten Sternenwutz.
Auch hat sie nie geordnet kaum
Die Dimensionen, nie gesäubert den Hyperraum.
Das war ein Chaos, Dreck und Speck
Kein Raumschiff konnt da mehr vom Fleck
Das je dorthin geraten ist
Es blieb auf immer wohl vermißt
Und unauffindbar in dem Durcheinander und dem Schmutz
Von dieser alten Sternenwutz.
Die paar Intelligenzrassen die dort entstanden
Woanders ihre Heimat fanden
Wanderten alle voller Graus
Aus dieser Wutzgelaxis aus.
Sobald sie in der Lage waren
Da beamten sie sich weg in Scharen.
Es blieb die Sternenwutz allein,
ein Superwesen, hochintelligent, auch psychisch fein
doch kam sie leider gar nicht klar
weil sie halt zu chaotisch war.
Dead man walking
Der tote Mann geht durch die Zeit
Sein Weg nur wenige Schritte weit
Und doch bis hin zur Ewigkeit.
Al Capone
Ein Gangster bat den Al Capone
Dass er ihm doch sein Leben schone.
Darauf erwidert Al Capone:
"Buddy, hör einmal für so 'ne
Shit hab' ich keine Ambitione."
Und gab ihm eine blaue Bohne.
Damit es sich auch richtig lohne
Schnitt ihm der böse Al Capone
Auch noch die Kehle durch zum Hohne.
Ja, Al Capone war nicht ohne.
Mit Schnapsschmuggel macht er Millione
Und mordet mancher Mutter Sohne
Bis Elliott Nash beweisen kone
Dass nix versteuert hat Capone
Und Staat beschissen um Millione.
Das Zuchthaus war sein' letzt Statione
Dann fraßen Würmer Al Capone
Hat nix mehr von sein Millione.
Das Story ist von Al Capone.
Lebenslange Forscherleistung
In der Stadt der Könige bei Theben fand
Man eine verborgene Pyramide, tief vergraben im Wüstensand
Und tief in dieser, an der Wand
Eine geheimnisvolle Schrift von Hieroglyphen stand
Die völlig unbekannt noch war.
Ein Forscher forschte Jahr um Jahr
Bis er mit Achtzig, als ein Greis
Die Bedeutung von den Hieroglyphen weiß.
Es war so, dass an dieser Wand
"Pharao ist doof" und "Der Oberpriester ist ein Wichser" geschrieben stand.
Beipackzettel: Personen, die zur Zeit Angehörige/Freunde auf einer Intensivstation liegen haben oder die den medizinischen Dienst sehr eng sehen wird von der Lektüre des folgenden Gedichts abgeraten.
Kappenabend auf der Intensivstation
Hellau, Alaaf, die Fassenacht,
im Klinikum ist eine Pracht,
und auf der Intensivstation,
da freut man sich und feiert schon.
Die Sterbenden an ihrem Tropf
Mit Hütchen, Pappnasen am Kopf,
und wer schon mal im Jenseit war,
der kommt nochmal zurücke, klar.
Es singt und stinkt und lärmt und kracht
Hellau, Alaaf, die Fassenacht.
Der Patient mit Krebstumor,
der röchelt fröhlich mit im Chor.
Ein anderer, grad reanimiert,
der hat sich köstlich amüsiert,
nach Kognak-Spritz, Sektinfusion
kommt Freude auf, man sieht es schon.
Konfetti flieg über die Betten,
Luftschlangen, Lampions kann man wetten.
Der Prof hat, was nun doch brüskiert,
als Gevatter Tod sich kostümiert.
Und später strippt bei dieser Fete
Auf Intensiv die Schwester Grete
Und dazu verdrehn die Aug in Takt
Drei Infarktpatienten, bis sie völlig nackt.
Aus den Geräten Funken stieben
- das ist die Stimmung, die wir lieben.
Und runten in der Leichenhall,
da tobt der große Klinikball,
auch wenn mitunter welche sterben,
das kann die Feier nicht verderben.
Der Chefchirurg hält im OP
'ne Büttenrede, ach, herrje,
und operiert so nebenher,
'nen Blinddarm noch, das liebt er sehr.
So ein Tag, so wunderschön wie heute,
so ein Tag, der dürfte nie vergehn.
So ein Tag, auf den man sich so freute,
ach wer weiß, wann wir uns wiedersehn.
"Skalpell", hört er als letztes Wort,
dann trugen ihn die Englein fort.
Es singt und stinkt und lärmt und kracht
Hellau, Alaaf die Fassenacht!
"Wir versaufen unser Oma ihr klein Herzschrittmacher",
der Vers, der erntet viele Lacher.
Zu zahl'n die Kosten für das Saufen
Kann man die Herz-Lungen-Maschin verkaufen,
Schickt sie nach Rußland, für komm'n dann,
Lastwagen mit Wodka an.
Briederchen und Schwesterchen,
Fassenacht ist's im Westerchen.
Und dort, unter dem Sauerstoffzelt,
der Alte hat ein Heidengeld.
Das lockt Praktikantinnen an,
meinen, das man ihn beerben kann.
Von der Inneren Oberarzt, der torkelt sehr,
er trank zu schnell die Schnapsflasch leer.
Der Arzt die Krankenschwester hascht,
die Pflegerin den Zivi vernascht.
So geht es durch bis morgen früh,
wer Aschermittwoch ist perdü,
der hat es selbst sich zuzuschreiben,
dass er nicht konnt am Leben bleiben.
Und wehe, es nimmt einer krumm,
der kommt ins Krematorium.
Damit er nicht, was sehr empört,
die schöne Fassnachtsstimmung stört.
Es singt und stinkt und lärmt und kracht.
Im Krankenhaus die Fassenacht.
Und auf der Inneren Statio,
da schunkeln alle und sind froh.
Was soll's, versagen paar Geräte?
was macht's, wenn platzen ein paar Nähte?
Und das Vertauschen von den Spritzen
Zählt zu beliebten Fastnachtswitzen.
Gar mancher Insulinpatient,
nach diesem Tausch im Koma pennt.
Der macht dann keine Arbeit mehr,
denn es geht rund, hoch geht es her.
Jubel, Trubel, Heiterkeit,
der Aschermittwoch ist noch weit.
Sterben muß ein jeder Mal,
das Leben ist ein Karneval.
Und wenn die letzte Maske fällt,
dann geht es ab von dieser Welt.
Es ist die Welt ein Krankenhaus
Viel Schmerzen gibt's und kaum Applaus.
Hellau, Alaaf, die Fassenacht,
ist heuer wieder mal 'ne Pracht.
Es singt und stinkt und lärmt und kracht
Hellau, Alaaf, die Fassenacht!
Der Hund von Baskerville
Der Geisterhund von Baskerville
Der pinkelt hin, grad wo er will.
An jeder Eck, an jedem Stein
Da hob der Geisterhund das Bein.
Zudem hat er, das soll man wissen
Dazu auch noch sehr viel geschissen.
Er hat Pantoffeln wohl zerkaut
Geheult, gebellet furchtbar laut.
Wer in Baskerville wohnt hat große Pein
Weil der Geisterhund nicht stubenrein.
Lord Baskerville fragt bang und bänger:
"Wer kennt 'nen Geisterhundefänger?
Es geht nicht mehr mit diesem Vieh
Das Schloß, es stinkt so wie noch nie.
Es liegen überall die Schisse,
es rinnt die Geisterhundepisse.
Ja, furchtbar ist der alte Fluch
Der uns mit diesem Hunde schlug."
Der Exorzist
Ich bin der große Exorzist
Dem kein Dämon gewachsen ist.
Man nennt mich "Son of Salomon"
Vor mir rennt jeder Geist davon.
Den Geisterhund von Baskerville
Den machte ich für immer still.
Ich holte einfach einen Drachen
Schloß Baskerville zu bewachen.
Jetzt haust der Drache in dem Schloß
Den Geisterhund das sehr verdroß
Dass er sich nicht mehr blicken läßt
Das war mir ein besondres Fest.
In einer Villa spukt 'ne Weiße Frau
Die macht ich fürchterlich zur Sau
Ich fackelte die Villa ab
Jetzt bleibt sie brav in ihrem Grab.
Das Ungeheuer von Loch Ness
Kam nur ein einzig Mal mir kess.
Ich hab es aus dem Loch geholt
Halb Schottland es dann fressen wollt
Doch hat es sich dann doch beschieden
Fraß achtzig Menschen, dann war Frieden.
Loch Ness, das bleibt seitdem verschont
In einem andern See die Bestie wohnt.
Die Hexe vom Blair-Witch-Geisterwald
Die war fünfhundert Jahre alt
Ich hab' sie wieder jung gemacht
Seitdem spukt sie die ganze Nacht
In den Londoner Discos rum
Bringt reihenweise Männer um.
Der Blair-Wald bleibt von ihr verschont
Man sieht, dass mich zu holen lohnt.
Eine Frau war vom Dämon besessen
Ich ließ sie Zyankali essen
Und als sie dann tot umgefallen
Wich gleich der Dämon wie bei allen
Wo ich die Kur hab angewandt.
Jetzt bin weltweit ich schon bekannt.
Hab eine Seite im Internet
Auf der die ganze Info steht.
Ich hab auch schon ganz ungeniert
Den Teufel selber mal brüskiert.
Ein Milliardär, ein alter Knochen
Hat seine Seele ihm versprochen
Als sie der Teufel haben wollt
Hat mich der Milliardär geholt
Worauf ich gleich mit guter List
Ihm noch verschaffte eine Frist.
Wir haben ihn mumifiziert
Und dann im Sarge überführt
Vergruben ihn dann wie 'nen Schatz
Nachts heimlich unterm Petersplatz.
Jetzt liegt er da bis Ultimo
Was ist der Milliardär so froh
Dass er bis zu dem Jüngsten Tag
Dem Teufel wohl entgehen mag.
Ich bin der große Exorzist
Dem kein Dämon gewachsen ist.
Man nennt mich "Son of Salomon"
Vor mir rennt jeder Geist davon.
Die Geister von Grummond Hall
In Grummond Hall, da wohnt ein Geist
Den man den Kopflosen Morgan heißt.
Er spukt seit Dreizehnhundertvier
Fragt sich manchmal: Wer spukt denn hier?
Bin ich es, der hier wohnhaft ist
Oder jene mit der kurzen Frist?
Die ständig wechseln all paar Jahre
Heut in der Wiege, morgen auf der Bahre.
Wer lebt, wer spukt, wer sind die Geister?
Tod oder Leben, wer ist Meister?
Ich bleibe, und sie rasen weg
Sie sterben, und ich bin am Fleck.
Wer ist hier lebend, wer ist tot?
Die Zeit verfliegt wie Morgenrot
Ich bleibe, bis zerfällt der Stein
Die andern müssen Geister sein...
Der Rächer aus dem Totenreich
Wer schleicht da durch die Nacht so bleich?
Der Rächer aus dem Totenreich.
Er will sich rächen in der Nacht
an dem, der ihn hat umgebracht.
Doch ist die Sache ziemlich schwer
denn wer es war weiß er nicht mehr.
So fragt er in der ganzen Stadt
wer ihn damals ermordet hat.
Man schickt ihn hin, man schickt ihn her
den Täter findet er nicht mehr.
Weil er vom Alzheimer befangen
ist ihm der Mörder halt entgangen.
So sucht er und er sucht und sucht
bis ihn die ganze Stadt verflucht
weil er nachts ständig stört und fragt
und allen an den Nerven nagt.
Und wenn's in der Geisterstunde klingelt heißt es gleich:
"Da ist schon wieder der Depp aus dem Totenreich."
Der Knochen-Karl
Um halb drei Uhr in später Nacht
Da hat der Karl sich heimgemacht
Mit reichlich Bier und Schnaps im Leib
Wankt er zu einem trauten Weib.
Auf dem Heimweg von der "Goldnen Linde" fällt ihm ein
Er schaut noch mal bei seiner Firma rein.
Ob dort alles in Ordnung ist
Weil eingebrochen wurde vor kurzer Frist.
So wankt er und er grölt und lallt
Durchs Tor von der Galvanisieranstalt
Und ist dort in der großen Halle
In den Bottich mit der Salzsäure reingefalle.
Die Säure brennt, der Karl, der flennt
Und noch immer betrunken nach Hause rennt.
Dort lauerte auch schon sei Fraa
- Hessisch - die bitterböse Claudia.
"Steck du dein Suffkopp durch die Tür
mein lieber Freund, dann zeig's ich's dir!"
Sie wartet mit der Hausfrau Stolz,
dem runden schweren Nudelholz.
Und als der Karl hereingeschwankt
Trifft ihn der Schlag, so dass er wankt.
Dann gellt ein Schrei gleich durch die Nacht:
"Ei Karl***, was hast denn du gemacht?
Dess kommt von deiner Sauferei.
Jetzt liesche schon dei Knoche frei.
Den zeich ich an, den Lindewirt,
dass ihn die Polizei abführt!
Ei Karl, ei Karl, mein armer Karl,
du bist ein klinisch schwerer Fall!
Du kommst net mehr bei mir ins Bett -
Ei Karl, du bist ja e Skelett!"
Am nächsten Tag der Doktor sprach:
"Der Karl wohl in der Säure lag.
Kann nicht mehr essen Bier und Brot,
wir schreiben ihn am Besten tot.
Der Ordnung halber sollt man ihn begraben,
damit wir ihn von der Straße haben."
Drauf sprach der Knochenmann empört:
"Ich lebe, das ist unerhört.
Ich will mich nicht begraben lassen.
Es soll mich noch das Grab nicht fassen."
Drauf sprach die Frau: "Du hältst dein Mund
Wie du aussiehst ist nicht gesund.
Der Doktor als studierter Mann
Viel besser als du beurteilen kann
Ob du lebendig oder tot.
Und widersprich nicht, Sapperlot.
Wir legen dich jetzt in das Grab,
die Witwenrente ich dann hab.
Du wirst mit Blumen eingepflanzt
Dass du dich nicht beschweren kannst.
Ich gieß dich jeden zweiten Tag,
im Sommer täglich, wenn ich mag.
So wie du aussiehst müßt ich schämen
Dich mit mir auf die Straß zu nehmen.
So geht es nicht, das kann nicht sein
Du kommst jetzt in das Grab hinein.
Ich werde dich auch sehr beweinen
Dann nehm ich mir halt wieder einen
Der mir was taugt als Ehemann
Und mehr als du vertragen kann.
- Und wenn du aufmuckst, Knochen-Karl,
sperrn wir dich in den Hühnerstall."
Drauf seufzt der Karl: "Es muß wohl sein,
ich muß wohl in das Grab hinein.
Leb wohl, geliebte Claudia,
die mit zwei Zentnern treu mir war."
Er legt sich hin, tat keinen Mucks,
und so man sargte ihn ein ihn flugs.
*** Karl wird auf Hessisch Kall ausgesprochen.
Der Dracu-Lama oder Nachtmahr-po
In Tibet lebt in Eis und Schnee
Der weise Vampir Vampo-tse,
er wohnte am Himalaja
in einem Höhlenkloster da
und sucht schon lang, was für ein Drama!
- den wiedergebornen Dracu Lama.
Bis er nach langen Sucherjahren
Von einem Vampirkind erfahren
Das lebte in dem Dorf Po-tsang
Und aufwuchs mit der Flöte klang.
Vampo-tse kam und fand alle Zeichen
An diesem Kinde ohnegleichen
Das damals zählte sieben Jahre
Und hatte abrasiert die Haare.
An seinem Körper trug es sieben Male
Wie eine Wunde, wie vom Pfahle,
und auch stern-, halbmondförmig Zeichen
die von Geburt nicht wollten weichen.
Seine Eltern Jangho-vamp und Saughee-chang
Sahen ihr Kind dann scheiden bang.
Vampo-tse hat es mitgenommen
Ins Bergkloster bei Lhasa ist gekommen
Der Vampir-Junge Nachtmahr-po
Immer war er noch recht froh.
Er lernte viel, hat gern studiert,
ward zum Dracu-Lama-Nachfolger dann gekürt
von den Vampiren am Himalaja
und flatterte mit ihrer Schar
unter dem gestirnten Himmelszelt
am Nanga Parbat dort am Dach der Welt.
Sie saugten Blut von Yaks und Hirten
Im Vollmondlicht durch die Lüfte schwirrten
Die Vampire am Himalaja
Deren Guru der weise Vampo-tse war.
Äonen Jahre war er alt
Gebrechlich schon seine Gestalt
Weisheit klang aus seinen Sprüchen
Es war sein Blutdurst wohl gewichen.
Yakmilch und Sauerrahm schmeckt ihm gut
Vermischt mit einem Tröpfchen Blut.
Als der alte Dracu-Lama starb
Nachmahr-po man als den Neuen warb
Er ward im Stufensarg überführt
Nach Lhasa, wo man inszeniert
In der alten Stadt seine Einweihungszeremonie
Die seit Urzeiten geändert nie.
Als wiedergeborener Dracu-Lama sollte er werden geweiht
Und danach sein für lange Zeit
Der Dracu-Lama, höchster Meister,
Wiedergeburt, Reinkarnation der Vampir-Ahnengeister
Welcher dann am Dach der Welt
Die spirituelle Hoheit über die buddhistischen Vampire hält.
Dracu-Lama, größter Meister,
und Höchster aller Vampirgeister.
Lebenslang, unwiderruflich ist der Job
Wenn man erst auf den Thron ihn hob.
Im Tempel schon der Gong ertönt
bald jede Umkehr ist verpönt.
Vampo-tse in seiner Robe schwebt
Die Hände im Ärmeln, und zum Thron erhebt
Er schon den klaren Vampirblick.
Doch da schreckt der neue Dracu-Lama zurück.
Einen Ton hat er vernommen
Und eine Vision bekommen
Und gelangt nun zu dem Schluß
Dass er ihr nachgehen muß.
Er weicht vor dem Thron zurück
Was nun gar ein starkes Stück.
Und während im Thronsaal die Vampire starren
Tut Nachtmahr-po in Trance verharren.
Und sucht in einer klaren Wasserschale
Mit Schlieren Blut, wie schon viele Male,
er früher hat gewirkt, gelebt,
und was er damals wohl bestrebt.
Und es wird dabei ihm nun klar
Dass er hieß früher Dracula,
der Zeitreisen gemacht, gewirkt in vielen Zeiten
gelebt, erlebt Gelegenheiten,
Blut hat im Strom der Zeit getrunken
Gepfählt, zerstört in den Staub gesunken
Danach wieder ist auferstanden
Nicht hielten ihn des Todes Banden
Denn er ist der Auserwählte
Obwohl er schon war der Gepfählte,
der immer wieder aufersteht
und gegen die Finsternis und Schwarzmagie angeht.
Der kämpft gegen den Satan, Rote Vampire und die Alten Wahnsinnsgötter
Wie gegen Spötter und Hundsfötter,
Dracula, Mann und Vampir von Geist
Der gerne schöne Frauen beißt.
Dracula, halb Tollpatsch und halb Supermann
Ohne den die Welt nicht existieren kann.
Sein letztes Leben hat begonnen,
verliert er, dann ist alles zerronnen
am Jüngsten Tag verloren ist
die Schar der buddhistischen und Weißen Vampire, Verdammnis frißt,
sie alle restlos, spurlos auf,
es nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Die Hand des zum Dracu-Lama Auserwählten zittert
Er spricht zu Vampo-tse verbittert:
"Ich kann nicht bleiben hier zum Schluß
ich zu Saugofatius
muß in den Westen, dort muß handeln
sein Geist, um mich dort zu verwandeln
in Dracula, der werd' ich wieder
bekomme neuen Leib und Glieder.
Dir aber, Vampo-tse, mein lieber Meister,
mit mir als Dracu-Lama ist es Scheibenkleister.
- Du mußt dir einen andern suchen
da hilft kein Murren und kein Fluchen.
- Leb wohl, Himalaja mit seinen Höhn,
werd' nicht so bald euch wiedersehn."
Gerührt umarmt der Vampo-tse,
den jungen Vampir, spricht: "Oh weh.
Doch wenn das deine Bestimmung ist
Erfülle sie sofort zur Frist.
Dir wird ein neues, letztes Leben
Das sollst du dem Kampf für's Gute geben.
Für die Erlösung der Vampire und das Licht
Das ohne dich kann werden nicht.
Hier gebe ich dir meinen Segen
Er folge dir auf allen Wegen.
"Meister, ich dank dir", der Junge spricht.
"Ich werde dich vergessen nicht."
Gerührt umarmen sich die beiden
Und bald danach sie müssen scheiden.
In einem Flugzeug, als Luftfracht deklariert,
wird Nachtmahr-po, der er noch ist, in den Westen überführt.
Bei Sonnenaufgang die Maschine startet
Auf den Vampir was Neues wartet.
Was er nicht weiß, jedoch die Wahrheit ist
Dass seine Feinde schon auf ihn lauern mit List.
In New York, am JFK-Airport wollen ihn fassen
Bösartige Rote Vampire, die bitter hassen
Den großen Vampir Dracula
Der für sie die größte Gefahr stellt dar.
Ahnungslos fliegt im Sarg entgegen
Nachtmahr-po der Gefahr auf neuen Wegen
Weiß nicht einmal genau wo weilt Saugofatius
Den eigentlich er suchen muß.
In Kürze werden wir dann lesen
Was weiter mit Nachtmahr-po gewesen.
Ob seine Umwandlung in Dracula gelingt
Oder ihn seiner Feinde Zorn und Haß bezwingt.
Al Dracone
In Chicago lebt der Vampir-Gangster Al Dracone
Voll mit Blut gesogen, fett wie eine Drohne,
der mit seiner üblen Vampir-Werwolfbande
Blut geschmuggelt und den Blutmarkt kontrolliert im ganzen Lande.
Seit der Zeit der US-Prohibition
Herrschte dieser Vampir-Gangster-Schurke schon
Und während Al Capone in dem Zuchthaus ist gestorben -
Lebt Al Dracone fort und hat mehr Macht erworben.
Skrupellos dirigiert er der Vampire und Werwölfe blutige Schar
Deren absoluter King und Boss er war.
Von jedem Blut, das in den USA ein Vampir trinkt
Al Dracone Gewinn und Beteiligung winkt.
Wer einfach ohne Erlaubnis ein Opfer anfällt
Wird grausam gequält und letztendlich gepfählt.
In Chicago und New York gibt es Dracone-Buildings, riesige Wolkenkratzer,
hunderfünfzig Stockwerke hoch, mit Vampiren und Werwölfen als Besatzer.
Und auch mit den Kolumbianischen Kokain- und Blutkartellen
Arbeitet Al Dracone zusammen und mit anderen Stellen
Von denen die höchste, erschreckendste war
Der Höllenkaiser Luzifer persönlich sogar.
Bis nach Moskau, Berlin und Südostasien reichen
Al Dracones Connections und es soll weichen
Der Mensch, alles Gute, die Gerechtigkeit und das Licht
Den Intrigen und der Macht von dem Vampir-Bösewicht.
Eine heimliche Apokalypse, das war jedem klar
Das Ziel von Dracone und Luzifer war.
Es war Dracone Obermeister
Und Herrscher über Höllengeister.
Doch kannte er eine Prophezeihung von einem Unsterblichen
Weißen Vampir und für ihn Verderblichen
Der in vielen Zeiten ward wiedergeboren
Und ihn zu bezwingen auserkoren.
Weshalb er immer Späher schickte
Wo dieser wohl wieder das Licht der Welt erblickte
Um ihn sofort dann umzubringen
Dass Widerstand nicht sollt gelingen.
Die Vorzeichen verrieten Dracone dass das letzte Leben
Dem Weißen Vampir nun werde gegeben.
Und wenn er dieses ihm genommen
Kann niemand in den Weg ihm kommen.
Nach Tibet schickt er Höllengeister
Damit sie finden dort den Meister
Den guten weisen Vampo-tse
Auflauern ihm in Eis und Schnee.
Und wenn dann dieses ist gelungen
Wird danach der Weiße Vampir bezwungen.
Ja, Al Dracone wußt' Bescheid
Und nutzte die Gelegenheit
Seine Feinde aus dem Weg zu räumen
Viel schneller als es diese träumen.
Sofort, nachdem Vampo-tse endet
Soll sterben, den er fortgesendet
Im Sarg im Flugzeug von Lhasa nach New York
Damit endet Al Dracones Sorg.
Damit das Dunkle Zeitalter kann beginnen
Soll der Weiße Vampir von hinnen.S
Vampo-tses Ende
Der Vollmond leuchtet am Himalaja
Und es fliegt einer Vampire Schar
Acht Vampirschüler wie Wildgänse in Formation
An der Spitze Vampo-tse, man kennt ihn schon.
"Wie klar die Sternennacht", Meister Vampo denkt
und auf sich ihm Erkenntnis drängt
dass die Entsagung, Meditation ins Nirwana führt
was sich für Mensch und Vampir gebührt.
Und dass am Ende aller Zeiten
Als Brüder dann erlöst die beiden
- Mensch und Vampir - ein neues Universum entsteht
in das Mensch, Vampir und Werwolf erlöst eingeht.
Doch muß man bis zu diesen Zeiten
Sehr hart gegen das Böse streiten.
Dass die Erlösung auch gelingt
Und nicht die Finsternis das Licht bezwingt.
Vampo-tse schaut auf die erhabenen Bergriesen in Eis und Schnee freudig nieder
Und eine große Ruhe und Frieden rieseln durch seine Glieder
Und er äußerst zuversichtlich ist
Dass seine Seite siegt, wenn erfüllt ist die Frist.
Da plötzlich ein furchtbar Geheule, Gefauch und Geschrei
Und eine höllische Monsterschar stürzt von allen Seiten herbei.
Und ein glühendes Höllentor am Nanga Parbat
steht auch schon um sich zu öffnen parat.
Und viele Hundert Höllenwesen, Dämonen umzingeln sogleich
Vampo-tse und seine Schüler auf einen Streich.
Teufelsdrachen, glutäugige Dämonen, Höllenfurien, feuerspeiend mit Krallen
Her über die überraschten Weißen Vampire fallen.
Verbrennen, zerreißen, zerfetzen, zerstören,
die neunköpfige Schar, schrecklich Geschrei kann man hören.
Verstümmelt und sterbend sieht man die Weißen Vampire
Keine Chance bleibt ihnen gegen die Höllentiere.
Vampo-tse wehrt sich mit seinem Magischen Stab
Und sendet verletzt und versengt Blitze, Beschwörungen ab.
Doch das Höllentor, Dimensionstor zu schließen kann ihm nicht gelingen,
noch die Angreiferschar wegzubannen und zu bezwingen.
Seine Schüler werden zu Asche, sind tot,
oder in das flammende Höllentor gestürzt - welche Not
das schnurstracks sie zur Hölle sendet
wo dann ihr Dasein grausig endet
und in Dämonen umgewandelt
in Zukunft es sich um sie handelt.
Vampo-tses letzter Schüler Bhagwan-Drac sich vor den Meister stellt
Dann muß auch er von dieser Welt
Und schon faßt aus dem Höllentor
Eine grausige Klaue nach Vampo-tse hervor.
Tschab-Niggurath, einer von den Alten Göttern
Will packen ihn, blenden, verstümmeln und machtlos den Spöttern
die ihn dann auf ewig bespeien, quälen, verhöhnen,
im Höllenpfuhl vor ihren Töchtern und Söhnen.
Das fast besiegt, verstümmelt, mit letzter Kraft
Sich Vampo-tse noch einmal ermannt, aufrafft
Und hebt seinen leuchtenden Runenstab
Den er selten gezeigt und der Hohe Macht ihm gab.
"Der Hölle Sieg soll nicht gelingen",
ruft er, "nicht soll sie bezwingen
die Weißen Vampire und das Licht
Dracone, Luzifer, isch sterbe, doch siegt ihr nicht
Aus meiner Asche wird wieder erstehen
Ein Rächer, ihr sollt untergehen.
Mich faßt ihr nicht, ihr Bösewichter,
nie werd ich Spielzeug vom Gelichter
vom Abgrund und vom Höllenschlund.
- Mein letzter Schlag wird jetzt hier kund!"
Ein Wort der Macht, und grelles Licht
Aus Vampos Stab hervor nun bricht.
Grell wie die Sonne, strahlend hell,
leuchtet nun auf das Tor der Höll.
Schab-Niggurath zuckt mit Gekreisch zurück
Verbrannt und zerstrahlt werden der Höllenwesen viele Stück.
Entsetzt fliehen die anderen vor dem Licht und der Grelle
Und viele zerstrahlt und vernichtet es auf der Stelle.
In strahlender Sonne löst Vampo-tse sich auf in seine Atome und Rauch,
donnernd stürzen unter ihm Schnee-, Fels- und Eislawinen auch.
Die Berge beben, und als das grelle Licht erlischt
Da weiß man, Vampo-tse besiegte die Hölle nicht.
Die letzten Höllengeister weichen, es schließt sich und erlöscht das Tor,
Frieden und Ruhe wieder, wo Vampo-tse mit den Seinen das Leben verlor.
Luzifer und Al Dracone können nur gedämpft triumphieren
Obwohl Vampo-tse und seine buddhistischen Vampire ihr Leben verlieren.
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