Dracula und der Kannibalengott

Mitten im Dschungel in der verrufenen Ruinenstadt
Dracula nun seinen Unterschlupf hat.
Als Gott verehren ihn die Kannibalen
Die ihm Gefangene als Blutopfer zahlen.
Dieses gefällt dem Vampir gut
Und er wird träg, dick und fett vom Blut.

Doch dann, in einer Neumondnacht
Als er in seiner Gruft erwacht
Steht ein Monster vor seinem Sarkophag
Den Dracula trifft fast der Schlag.
Zweieinhalb Meter groß, Kopf wie eine Hyäne,
mit Klauen, Rachen voller Zähne

und einer grünen, kalten Krokodilschuppenhaut
dass es sogar den Vampir Dracula graut.
"Ich bin Nagando, der Kannibalengott",
grollt der Unhold, "und du treibst Spott
und bringst mich hier in Mißkredit
klaust auch noch meine Opfer mit.

Du führst hier neue Sitten ein
- ich bin hier der Götze, ich allein!
Deshalb reiß ich dir jetzt auf den Bauch
Damit du merkst was hier der Brauch.
Kaum bin ich mal hundert Jährchen fort
Ist schon ein Kerl wie du am Ort

Will sich an meine Stelle setzen
Darum werd ich dich jetzt zerfetzen."
"Gemach, gemach", sprach Dracula,
"woher sollte ich denn wissen, dass ein andrer da?
Ein Mißverständnis ist das alles
Und ich entschuldige mich des Falles.

Nagando, lieber alter Freund,
es war von mir nicht bös gemeint."
Jedoch der Unhold mit Gebrüll
Graf Dracula zerreißen will.
Der setzt zur Wehr sich, fürchterlich,
bekämpfen, streiten beide sich.

Nagando riß Dracula aus ein Bein
Der fliegt ihm in den Mund hinein
Und schießt als eine Fledermaus
Dem Unhold hinten wieder raus.
Er hat ihm ich den Darm gebissen
Bevor ihn Nagando ausgeschissen.

Nagando rennt ihm hinterher durch die Ruinenstadt
Wobei er wegen Draculas Aktionen argen Durchfall hat.
Die Kannibalen sehn's, und sprechen Spötter:
"Verdammt, die spinnen ja, die Götter.
Der eine flitzt davon wie toll
Der andre scheißt uns alles voll.

Solch Götter können wir nicht brauchen
Die kann man in der Pfeife rauchen.
Wir jagen alle beide fort
Vertreiben sie von diesem Ort.
Da waren wir schön blöd, dass wir denen Opfer brachten,
sie durchfütterten und ihnen Verbeugungen machten."

Mit Fackeln, Speeren, Fetisch und viel Geschrei
Jagen die Kannibalen weg die Zwei.
Sie können sich nicht mehr sehen lassen
In der Dschungelstadt, sie können's nicht fassen.
Draculas ausgerissenes Bein heften die Kannibalen am Totempfahl an
Damit jeder es bewundern kann

Als Wahr- und als ein Siegeszeichen
Und als Trophäe ohnegleichen.
Zwar wuchs das Bein dem Vampir nach
Doch dauert das lang und schmerzt und stach.
Nagando einen Riß in seinem Mastdarm hat
Von Draculas Attacke in der Dschungelstadt

Vertrieben sind sie jetzt, die Zwei
Und schauen reichlich blöd dabei.
Jetzt, wo es zu spät haben sich dann versöhnt
Was besser früher hätt' sein könnt
Und trauern nach den guten alten Zeiten
Als Kannibalengötter diese beiden.

Besonders Nagando grämt sich sehr
Dass er nicht hat den Job als Gott jetzt mehr.
Den dieser war ihm sehr bequem
Mit wenig Arbeit und sehr angenehm.
Für Dracula war es nicht so schlimm
Er sah die Lage ohne Grimm

Und dachte sich: "Schuster, bleib bei deinen Leisten,
ich bin von Beruf Vampir, das liegt mir auch am meisten.
Ich kehr' in dieses Fach zurück
Versuche wieder dort mein Glück
Und das mit dieser Götterei
War eine Episode und ist nun vorbei."

Dann flog er weg mit frohem Sinn
Zu neuen Abenteuern hin.
Der Nagando mürrisch durch den Dschungel trottet
Sucht einen, der ihn wieder gottet.
Er war noch lange auf der Suche
Und nagte oft am Hungertuche.

Jaja, ein arbeitsloser Gott
Erzeugt kein Mitleid, sondern Spott.

Die beiden Wasserleichen

Die Wasserleiche Kunigunde
Schwamm in dem Teiche eine Runde.
Da kam der Wasserleichnam Gunter
Da wurde Kunigunde munter.
Sie baggerte den Gunter an
Damit sie was erleben kann.

Der Gunter war nicht abgeneigt
Dass er die Kunigunde geigt.
Jedoch hat ihm ein böser Hecht
Den Penis abgefressen, das war schlecht.
So ward nichts aus der Liebesstunde
Von Gunter und der Kunigunde.

Der nervöse Korsar

Der Seeräuber Tortuga-Rick
litt unter 'nem nervösen Tick
zudem war er zittrig, schreckhaft sehr
und hatte Angst vor Wind und Meer:

Er ward berufsunfähig geschrieben
und ist zuhause in seiner Badewanne geblieben.
Dann kam seine Frau, zog den Stöpsel ihm raus
und damit war seine Laufbahn aus.

Es halfen ihm weder Therapien noch Psychologen
dass er konnt trotzen Meer und Wogen.
Er wählte eine andere Bahn
und fing dann beim Finanzamt an.

Dort hat er bis zum Oberamtmann es gebracht
bis er sich ab in Rente macht.
Ja, so war dies' Korsaren Los
das Weltmeer war ihm halt zu groß

doch als Finanzbeamter war er dann
an der richtigen Stelle der richtige Mann.

Dracula, Conan und der Schlangengott

Teil 1 < Seths Auferstehung >

Die Zauberin Thanit vor Stygiens Küste
Nahm Conan als Ziel für ihre Lüste. 
Becircte ihn mit ihren Reizen
Tat für ihn ihre Schenkel spreizen.
Den Abgrundgott Seth, die alte Schlange
Wollte auf die Welt sie schon beschwören lange

Wozu sie Conan opfern wollt
Und damit Seth aus dem Abgrund holt.
Doch Conans Geliebte Fürstin Oxana Tay
Von Zamora fand dies Verhalten nicht okay
Auch weil sie eifersüchtig war
Und Conan wollte zurückhaben, klar.

Deshalb ging sie sie zum Ishtar-Tempel
Führte eine Beschwörung durch zum Exempel.
Schwarz, mit Goldpunkten flimmernd entsteht ein Dimensionentor
Aus dem tritt ein hochgewachsener Mann mit Umhang hervor.
Er stellt sich vor als Graf Dracula
Der im Auftrag der Weißen Magie gekommen war.

Gesandt von Sankt Saugofatius
Zu machen mit Thanit und mit Seths Rückkehr Schluß.
Dracula der magisch alle Sprachen spricht
Hat mit der Verständigung Probleme nicht.
Nachdem ihn Oxana informiert
Hat er in ihrem Palast sie gleich verführt

Und blieb bei ihr die ganze Nacht
Was der schönen Fürstin sehr viel Freude macht.
Conan war kräftiger gebaut
Was Oxana sich nicht zu sagen traut
Doch hat Dracula mehr Fantasie.
Beschert der Fürstin von Zamora Wonnen wie noch nie.

Als dann morgens die Sonn aufgeht
Legt Dracula an ein Amulett
Das schützt ihn vor dem Sonnenlicht
Damit dieses verbrennt ihn nicht.
Fürstin Oxana bietet auf ein Heer
Und das zieht durch die Lande quer

Bis an die Küste Stygiens zu der Stadt
Khemi, wo die Priester-Königin Thanit einen Hafen hat. 
Während nun um die Stadt ein Kampf entbrennt
Fliegt Dracula unter dem gestirnten Firmament
Und nähert sich als Vampir-Fledermaus
Der verfluchten Insel wo mit Schreck und Graus

Die schwarze Thanit will den Seth beschwören
Was jeden gerechten Menschen muß empören.
Conan liegt im Seth-Säulentempel gebunden
Bei lebend'gem Leib soll er werden geschunden.
Die Haut wollen ihm Thanits Priester abziehen
Doch soll das Leben erst entfliehen

Wenn kochend Wachs über seinen Körper fließt
Das die Seth-Statue im finsteren Tempel über ihn ergießt.
Aus ihrem Rachen soll er kommen, der Strahl
Conans Leben enden in Qual.
Mitternacht, durch den Tempel hallt Gesang
Und dumpf ertönt der Trommeln Klang.

Da fliegt eine schwarze große Fledermaus
Durch eine Dachöffnung in das Tempelhaus.
Sie versteckt sich im Dämmer unterm Tempeldach
Sitzt auf dem Kapitelle flach.
Ein Seth-Priester mit kahlrasiertem Kopf
Packt den in Ketten gelegten Conan schon am Schopf

Ihn zu blenden, die Haut ihm abzuziehen
Bevor sein Körper soll im kochenden Wachsbad glüehn.
Doch Conan mit gewaltger Kraft
Das Sprengen seiner Ketten schafft
Dem Priester das Sichelmesser er entreißt
Und schlitzt ihm auf die Kehle dreist.

Danach packt er mit Panthersprung
Die Zauberin Thanit, schön und jung
Droht, dass er das Genick ihr bricht
Wenn man ihn läßt entkommen nicht.
Doch Thanit, die stark und gewandt
Packt Conans Hoden mit der Hand

Mit festem Griff sie diese quetscht
Dass der Barbar vor Schmerz die Zähne fletscht.
Thanit entwindet sich wie eine Schlange
Dem Conan, der sich ächzend hält die Stange.
"Ergreift ihn!" ruft die Priester-Königin,
"Schleppt ihn zum Opfertische hin."

Doch nun greift ein Graf Dracula
Der bis dahin Beobachter war.
Er holt sich den Speer von einer Wache
Und von der Empore unterm Dache
Wirft er mit großer Wucht den Speer
Dass er durchbohrt die Thanit quer.

Denn Schonung wäre hier verkehrt
Weil sie Seths Rückkehr stark begehrt.
Die Königin mit letzter Kraft
Kriechend den Weg zur Opferwanne schafft
Die in dem Tisch vor der Seth-Statue ist eingelassen
Und soll das im Wachs kochend Opfer fassen.

Es zieht sich am Opfertische hoch,
Thanit, die mit Blutspur hin zu diesem kroch.
"Ich bin das Opfer!" Thanit schreit
und lacht dann teuflisch zu der Zeit.
"Ich werde mich mit Seth vermählen,
werd nicht sterben, obwohl mich der Speer tat pfählen.

- Oberpriester Mardux, das Wachs laß fließen,
es soll sich über mich ergießen."
Ein Priester hielt, Thanit sinkt röchelnd in die Wanne,
der Oberpriester gibt in dem Tempel volle Kanne
worauf Seths Rachen kochend Wachs ausspeit
Thanit mit dem Speer im Leib vor Schmerz aufschreit.

Mit Schwert, Sichellanze und -säbel hauen sich
Dracula und Conan mit Hieb und Stich.
Sie strecken viele Gegner nieder
Es fliegen abgehauene Glieder
Und mancher Priester, solcher Tropf
Kriegt abgehaun den kahlen Kopf.

Der Tempelboden glitschig ist von Blut
Doch Conan und Dracula stehen darauf gut
Kämpfen Rücken wohl an Rücken
Und hauen zu grimmgen Blicken.
Doch dann der Seth erwacht zum Leben
Der Boden fängt gleich an zu beben

Es kracht der Donner, zucken Blitze,
als Seth schlüpft durch die Dimensioneritze
und ein Unwetter, fürchterlich,
entläd über der verfluchten Insel sich.
Thanit jedoch, als Monster, mit Wachs übergossen,
kommt gleich vom Opfertisch geschossen

wächst über zwei Meter hoch und stürzt sich geifernd
mit dem aus dem Körper gerissenen Speer Conan und Dracula umzubringen eifernd.
Dracula fragt Conan: "Kennst du einen Satz mit X?
- Wir haun hier ab, sonst wird es nix.
Schau nur wie sauer ist diese heiße Braut
Thanit die Speer und Sichellanze haut.

Und Seth-Statue riesengroß, 
lebendig ward, geht auf uns los.
Ich bin ja wirklich nun nicht bange,
doch wütend zischt die Abgrundschlange.
Die Übermacht ist viel zu groß, wir müssen weg,
sonst gehen wir hier drauf am Fleck

und landen beide ohne Salz und Butter
im Magen Seths als Schlangenfutter."
Und mit einem Tritt und mit Beschwörung
Stoppt er Thanit, die mit Empörung
Den blut'gen Speer nach ihm schleudert,
ihn fast damit pfählt - Conan meutert

als Dracula ihn zum Tempelausgang zieht
denn er will nicht dass man flieht.
Über dem Tempel fürchterlich
Ballen schwarze Wolken und ein Unwetter sich.
"Wir müssen doch den Seth vernichten",
ruft Conan, "darauf können wir nicht verzichten

denn sonst verwandelt er die Welt
in ein Schauerszenario, wie es ihm gefällt.
Es gibt auch so der Schrecken viel
Ohne dass der leibhaftig Seth im Spiel."
"Hier ist Widerstand aussichtslos", 
ruft Dracula, "die Übermacht zu groß.

Wir wollen schleunist hier verschwunden
Und eine bessre Basis finden."
Kämpfend ziehen sie sich zurück
Verlassen die Horrorinsel noch mit viel Glück
Wobei Dracula als Vampirfledermaus durch die Lüfte trägt
Den Conan, den das sehr bewegt.


Teil 2 < Die Seeschlacht vor der Sethos-Insel >

Den Conan, der sehr groß und schwer
Kann Dracula bald kaum tragen mehr.
Jedoch mit Müh und letzter Kraft
Er doch den Flug und Lufttransport zum Festland schafft.
Fürstin Oxanas Truppen ist es bisher nicht gelungen
Dass sie in die Stadt Khemi eingedrungen.

Doch nun erscheinen Conan und Dracula
Bei ihnen, was die Wende war.
Durch Saugofatius Amulett ist Dracula in der Lage
Seine übernatürlichen Kräfte einzusetzen auch bei Tage.
Nach kurzer Pause er über die Mauer fliegt
Tötet Soldaten, öffnet das Westtor, was er hinkriegt

Mit seiner Kraft und Wut, verbreitet Schrecken
Viel Feinde tut er niederstrecken
Soweit sie es nicht entsetzt vorziehen
Vor dem blutbefleckten Vampir zu entfliehen.
Und durch das Westtor, das er aufgeamcht
Dringt von Oxanas Heer mit Conan an der Spitze ein mit Macht.

Schon bald erobert ist die Stadt
Die Conan in seiner Hand nun hat.
Die Sieger lassen Gnade walten
Nicht nur bei Kindern, Kranken, Alten.
Wer sich ergibt wird aufgenommen
Unter Oxanas Untertanen, tut als Fürstin sie bekommen

Als Herrscherin in aller Güte
Gehört dann zu zu Zamoras Reiches Blüte
Ist anerkannt mit allen Rechten,
zählt nicht zu den Sklaven oder Knechten.
Das war der Rat von Dracula
Der hier sehr gut und richtig war.

Die Stadt Khemi erobert ist
Doch das ist nur ein Teilerfolg zur Frist
Weil auf der Insel von dem Seth
Unheimliches nun vor sich geht.
Am nächsten Tag da kann man sehn
Wie eine Vulkanwolke Seths Abbild riesig über der Insel stehn

Und Gesang und dumpfer Trommelklang
Viele Meilen weit unheimlich bis zur Küste drang.
Seeungeheuer tauchen auf
Das Unheil, es nimmt seinen Lauf,
Dämonen, schlimme Ungeheuer
Will Seth holen aus dem Höllenfeuer.

Nur Conan und Dracula, jeder ein Held
Können retten jetzt noch die Welt.
Galeeren werden ausgerüstet
Zum Kämpfen kann wen es gelüstet
Um die Galeeren zu bemann
Und bald mit Ruderern und Segeln fahrn von dannen

Der unheimlichen Insel zu
Wo Seth sich ausbreitet im Nu.
Auf der größten Galeere sieht man Seit an Seite
Dracula und Conan alle beide
Und sie dachten dass die Fürstin Oxana
An Land zurückgeblieben war.

Jedoch diese kühn, eine Kämpferin
Zog es auf die Galeeren hin
Sie versteckte sich auf einer Triere
Im silbern Harnischn ließ sie sich dann rudern zur Flagggaleere
Mit dem goldenen Drachen von Zamora an dem Segel
Wie es beim Flaggschiff ist die Regel.

Dracula und Conan paßt es nicht
Als sie bekamen Oxana zu Gesciht.
Conan tadelt: "Sehr unklug."
Dracula murrt: "Weiberunfug!"
Doch konnten sie die Fürstin schlecht wegschicken
Die nur tat spöttisch auf sie blicken

Gesellte sich dann zu den Helden
Die ihr am liebsten auf allen Welten.
Doch da, was zeigt sich auf dem Meer?
Düstere Totenschiffe segeln wohl einher
Unter schwarzen Segeln, bemannt mit Skeletten und Dämonen
In Stärke von ein paar Legionen.

Dazu Seeschlangen, Ungeheuer tauchen auf
Stürzen sich auf die Galeeren drauf
Und aus dem Himmel stürzen sich
Fledermäuse, Knochengeier und Harpyen fürchterlich.
Verloren scheint Oxanas Flotte
Angesichts von dieser Horror-Schreckensrotte.

Doch Dracula und Conan ließen ausrüsten jede Galeere
Mit Griechischem Feuer und Katapulten die verschießen Speere.
Geführt von Dracula, Conan und der Fürstin
Haben die Galeerenbesatzungen Mut und Kampf im Sinn.
Die Seeschlacht fürchterlich entbrennt
Weit vor der Seth-Insel vehement.

Im Griechischen Feuer Seeschlangen und Monstren verkohlen
Die Katapultschüsse Harpyen vom Himmel holen.
Zudem mit Pfeil und mit Speeren
Die Seesoldagen und Matrosen sich der Angreifer erwehren.
Dracula fliegt als große Fledermaus überm Meer
Und lockt die kleineren Fledermausscharen von Seth hinter sich her.

Er führt sie zu den Geisterschiffen hin
Mit den Skeletten und Dämonen drin.
Und auch auf die kreischend Knochengeier
Stürzten sich der Fledermäuse jeweils zweier, dreier.
Mit Ultraschall und Magie gibt Dracula den Befehl
Dass angreifen die Fledermäuse die Wesen ohne Seel.

Jetzt greifen die Galeeren die Totenschiffe an
Es fängt an die große Seeschlacht dann.
Die Flammen lodern hoch empor
Es gellt laut der Dämonenchor.
Galeeren bohren mit dem Rammsporn sich
In die Geisterschiffe mit Wucht fürchterlich.

Die Klingen blitzen, wilder Kampf
Es dringt aus den Nüstern der Dämonen roter Dampf.
Blut fließt aus klaffend tiefen Wunden,
schwarz oder rot, manch Kämpfer hat den Tod gefunden.
Während an den Decks der Schiffe wilde Kämpfe toben
Greifen doch an noch Harpyen, Knochengeier von oben

Die von den Fledermäusen nicht vernichtet
Und auf den Angriff nicht verzichtet.
Fürstin Oxana kämpft verbissen
Der Harnisch schützt sie vor Harpyenbissen.
Es blitzt ihr Degen mörderisch
Als sie austeilet Hieb und Stich.

Pfeile schwirren, Klingen zucken, Feuer brennt,
es steigt der Rauch zum Firmament
und während noch die Kämpfe toben
trägt Dracula den Conan nach oben
fliegt mit ihm zu der Insel hin,
hat dort den Kampf mit Seth im Sinn.

Denn damit stehet und es fällt
Das Schicksal der gesamten Welt.

Teil 3 < Auf Sethos Insel >

Als sie die Insel dann erreichen
Sehen sie ein Szenario ohnegleichen.
Die Riesenschlange Seth als Drachen
Will unsre beiden fertig machen.
Thanit, gewaltig groß, als Wachsfigur
Verbreitet zudem Entsetzen pur.

Dracula greift den Seth gleich an
Conan geht das Thanit-Monster an sodann.
Es tobt der Kampf wild hin und her
Die Drachenschlange spuckt Feuer sehr.
Doch Dracula obwohl verletzt
Ihr mit dem Schwertstumpf das Herz zerfetzt

Drückt zudem ein Amulett ins Hirn
Dem Seth durch da mit abgebrochenen Schwert geschlagene Loch in der Stirn.
Während die Sethos-Schlange sterbend zuckt
Sich Conan unter Thanits Streichen duckt
Haut mit dem Schwert ein Bein ihr Ab,
enthauptet das Monster mit dem Säbel dass es reif für's Grab.

Die Insel spaltet sich und sinkt
Draculamit Conan die Flucht gelingt.
Die Seeschlacht ist ebenfalls entschieden
So dass jetzt kann wieder herrschen Frieden.
Mit Seths Vernichtung, Thanits Untergang
Man diese böse Schar bezwang.

Die Flutwelle von der untergehenden Insel noch zwei Galeeren versenkt
Die anderen werden zum Land gelenkt.
Die Harpyen, Seeschlangen und sonstigen Ungeheuer
Vernichtet sind mit Schwert und Feuer.
Die Fledermäuse, die Dracula sich untertan gemacht
Fliegen davon, werden von ihm zum Verschwinden gebracht.

Es sanken auch die Geisterschiffe
Verbrannt, versenkt, gelaufen auf Riffe
Oder auch von der Flutwelle
Vernichtet sind an dieser Stelle.
Der Triumph ist groß obwohl viele gestorben
Bevor man hat den Sieg erworben.

In Khemi wird der Sieg gefeiert groß
Und es ist sagenhaft was los.
Fürstin Oxana hat ein Problem
Wer von beiden ist ihr mehr angenehm -
Dracula, welcher wohl der raffinierte Lover war
Oder Conan, der kräftiger gebaut ist, klar.

Weil sie dieses genau wissen wollt
Sie beide zu einem flotten Dreier holt.
Dazu zogen sie noch weitere schöne Frauen hinzu
Es ward 'ne Sexorgie im Nu.
Dracula kehrt dann bald zurück
In seine Zeit, ist voller Glück

Dass er den Kampf gegen Seth gewonnen
Und auch dem Tode ist entronnen.
Nach ausgedehnter Siegesfeier
Und mehr als einem flotten Dreier
Ist Dracula wieder verschwunden
Durch einen Dimensionsschacht hat er seinen Weg gefunden.

In den Überlieferungen jener Zeit war zu lesen
Ein Halbgott wäre er gewesen.
Conan widmete sich der Fürstin Oxana
Für die eine Zeitlang Prinzgemahl er war
Dann lockte ihn fort das Abenteuer
An seiner Stelle wurde Prinzgemahl ein Neuer.

Der Cimmerier Conan aber zog davon
Zu erwerben sich woanders eine Königskron.
Dies aber erzählt nicht dieses Gedicht
Das ist 'ne andere Geschicht.
Dracula aber stand bereit
Für seinen nächsten Einsatz in einer anderen Zeit.

Todgeweiht

Verlorenes Leben, vergeudete Zeit,
vorbei und vertan ist jede Gelegenheit.
Da nutzt kein Grübeln, Beten, Rasen,
der Elektrische Stuhl wird ihn ins Jenseits blasen
der in der Todeszelle sitzt
und kalten Schweiß der Angst aus allen Poren schwitzt.

Vorbei Leben, vorbei ist der Wahn
niemand da, der ihm noch helfen kann.

Schwerkrankes Leben, röchelnd verrinnt die Zeit
kein Arzt mehr den Kranken vom Tode befreit
im Koma auf des Todes Schwelle
der Priester betend ist zur Stelle.
Vorbei und verronnen, nur noch wenige Stunden trennen
den Kranken von dem, was sie die Ewigkeit nennen.

Vorbei das Leben, vorbei ist der Wahn
niemand da, der ihm noch helfen kann.

Am Leben zerbrochen, es wegwerfen will,
die Selbstmörderin die schon bleich ist und still.
Sie steht und sie schaut, es flackert ihr Blick
was sieht sie, was denkt sie, worauf schaut sie zurück?
Ein Schritt in den Abgrund vom Hochhausdach -
ist dann alles vorbei - oder was kommt danach?

Am Ende des Lebens, am Ende der Zeit
erbarme dich, Herr, unserer Wenigkeit.

Hercule Poirot oder Die Leiden der Super-Detektive

In Lüttich stand in großer Qual
Hercule Poirot an einem Urinal.
Ihn plagt ein böser Nierenstein
macht ihm beim Pinkeln große Pein.
"Was hilft mein Scharfsinn, mein Genie?"
sprach Poirot, der vor Schmerzen schrie.

"Ich wär um dieses gern betrogen
könnt pissen ich in hohem Bogen.
Jederzeit selbst beging ich einen Mord
wär' ich danach bloß schmerzfrei am Abort.
Mit Sherlock Holmes tauscht ich gern, tät drum bitten,
denn Holmes, der hat bloß Hämorrhoiden.

Noch besser dran ist der James Bond
der mal drei Wochen lang nicht scheißen konnt.
Dann hat Q einen Einlauf ihm gemacht
seitdem flutscht es bei ihm, Bond lacht.
Ist seitdem ständig locker, gut gelaunt
das ist der wahre Grund dafür - man staunt.

Doch ich, ich werd' des Lebens nicht mehr froh
ich armer Hercule Poirot."

Die Abenteuer des Geisterpenis von Rammling Hall
1. Teil: Der Fluch der geschändeten Jungfrau

Da war der Geisterpenis von Rammling Hall
Der spukte jeweils in des Earl of Rammlings Hosenstall.
In peinlichsten Momenten kam er hervor
Und zeigt sich aus dem Hosentor
Hat fast um den Verstand gebracht
Den Earl nicht nur um Mitternacht.

Das war von Rammling Hall der Fluch
Der jeweils den Erstgeborenen des Geschlechtes schlug.
Im 12. Jahrhundert ist er entstanden
Als die Rammlings anführten Räuberbanden
Und holten sich mit Blut und Feuer
Viel mehr als ihnen zusteht an Steuer.

Da war ein reines Jungfräulein
Und Sir Hugo of Rammling, ein großes Schwein
Hat brutal erst defloriert
Und danach grausam massakriert.
Die Sterbende, die rief zum Himmel:

"Mein Fluch, das sei ein Geisterpimmel
der dich und dein Geschlechte plagt,
tausend Jahre lang, dass ihr verzagt. 
Verflucht sollen die Rammlings sein
Und du besonders, altes Schwein!"

Sir Hugo, der Schwarzbart, lachte voller Hohn
Als dann das Leben ihr entflohn.
Und spottet: "Einfach lächerlich.
Wer soll vor sowas fürchten sich?
Ein Geisterpenis, welch ein Quatsch,
das ist doch Unfug, dummer Tratsch."

Doch als Sir Hugo dann beim Mahle sitzt
Da kommt der Geisterpenis vor, stiebitzt
Vom Tische Braten, Leckereien
Und tunkt sich auch mal in den Wein.
Totenbleich und sehr groß war dieser Geisterpimmel
Und hatte eine totenkopfähnliche Eichel, der Lümmel.

Zudem sprach er Schweinereinen laut
So dass es dem Zuhörer graut.
Zuerst lachen sir Hugo und seine Knappen
Doch bald sie voller Grauen tappen
Weil der Geisterpenis fürchterlich
Zu allen möglichen Gelegenheiten zeigte sich.

Nicht nur des Nachts, nein, auch bei Tag
Der Penis ward zur großen Plag
Und hat Sir Hugo ungeniert
Ganz oft ganz fürchterlich blamiert.
Selbst aus der Eisenrüstung ragt er vor
Und nicht nur aus dem Hosentor.

Und wenn Sir Hugo mit einer Frau verkehren wollt
Und seinen richtigen vorholt
Zeigt auch der Geisterpenis sich
Leichenblaß, behaart, spuckend und Zoten redend fürchterlich.
Und bevor Sir Hugo seinen echten eingeführt
Hat sich der Geisterpenis schon plaziert

Und füllt eiskalt die Spalte aus
So dass es war ein schlimmer Graus.
So kam's, dass Sir Hugo nicht mehr zum Geschlechtsakt fähig war
Das macht der Geisterpenis, klar.
Ja, groß war des Sir Hugo Not
Der Geisterpenis bracht ihm gar den Tod

Als er sich unverhofft aus seinem Beinkleid reckt
Und sich Richard Löwenherz, dem König von England, selbst entgegenstreckt.
"Du willst als Homo mich verhöhnen?"
rief Löwenherz. "Ich wird's dir abgewöhnen."
Und traf gleich mit dem Schwert mit Wucht
Sir Hugo, eh der bereit zu Kampf oder Flucht.

Den Schädel haut er ihm herunter,
der Geisterpenis, der blieb munter
ragt gar noch aus dem Sarg hervor
als bei der Totenmesse für Sir Hugo singt der Trauerchor.
Der Geisterschwanz sang dazu schmutz'ge Lieder,
und in der nächsten Generation erschien er wieder.

Die Abenteuer des Geisterpenis von Rammling Hall
2. Teil: Weitere Un- und Schandtaten des Geisterpenis


In jeder Generation der Rammlings kehrt er wieder
Der Geisterpenis, das Schlimmste aller Glieder.
Er hat manchen Earl of Rammling um den Verstand gebracht
Versaute fast jede Liebesnacht,
der Rammlings Fluch, der Weiber Schreck,
der Geisterpenis ging nicht weg.

Sir Fitz Rammling pilgerte nach Rom
Den Fluch zu beenden, doch im Petersdom
Gerade vor dem Hauptaltar
Der Geisterpenis riesengroß zu sehen war.
Sofort erschien die Schweizer Garde
Die allesamt vor Waffen starrte

Und hat Sir Fitz gleich festgenommen
Die Show ist ihm sehr schlecht bekommen.
Denn Lebenslänglich ward wegen Blasphemie er eingekerkert
Was ihn den Rest von seinem Leben ärgert.
Im Kerker hat ihn noch verhöhnt
Der Geisterpenis, der da keucht und stöhnt

Bis dass Sir Fitz voller Zorn
Ihn abhaut wie dem Stier das Horn.
Dabei hat er sich schwer verletzt
Und ist verblutet dann zuletzt.
Der Geisterpenis, sehr verderbt
Ward weiter und weiter dann vererbt.

Im Hundertjährigen Krieg im Kampf um die Stadt Orleans
Der Geisterpenis bei Sir Lionel Rammling zutage kam.
Grad als Jeanne d'Arc kam angeritten
Trat dieser Penis vor vor Dritten
Und zeigt sich oben auf den Wällen
Worauf einem Pfeilschuß, einen schnellen

Sir Lionel ward so schwer getroffen
Dass man nicht konnt auf sein Überleben hoffen.
Und wütend griffen an wie im Wahn
Die Mannen der Jungfrau von Orleans
Um die Schmach, die sie erblickten, gleich zu rächen
Mit Blut bezahlt ward diese Zechen.

Ein Zornesschrei zum Himmel steigt
Wo sich den Angreifern der Geisterpenis zeigt.
"Hi Jungfrau" schallt es und "Hi Pimmel"
der Schlachtruf beider Seiten hoch zum Himmel.
Letztendlich haben dann gewonnen
Die Kämpfer Frankreichs, und zerronnen

Ist in Frankreich Großbritanniens Macht
So wie des Geisterpimmels Pracht.
Im 15. Jahrhundert bei den Kämpfen der Weißen und Roten Rose
Kam auch der Geisterpimmel aus der Hose
Von den Earls of Rammling unverdrossen
Und deshalb ward viel Blut vergossen.

Und oft im dicksten Kampfgetümmel
Da zeigte sich der Geisterpimmel
Und höhnt und schreckt den Gegner sehr
Damit gewinnen konnt das Heer
In dem ein Earl of Rammling stritt
Für die eine oder andere Seite ritt.

Denn eines muß hier sein zu lesen:
Der Geisterpimmel ist zu jener Zeit unpolitisch gewesen.
Auch klagt man in der Zeit vom Hexenwahn
Zweimal einen Earl of Rammling an
Dass sein Geisterpenis sei Teufelswerk
Und am Brandpfahl auf aufgehäuften Holzes Berg

Das von Henkern aufgeschichtet
Ward gar Sir Gerald, Earl of Rammling hingerichtet.
Die Flammen loderten zum Himmel,
es brennt der Earl, doch lacht der Pimmel
der unbeschadet blieb in des Feuers Glut
und trotzte jeder Henkerswut.

Ein Sir Sherlock of Rammling wurde aufgehängt
Wobei sein Geisterpenis sich vordrängt
Sich aufragend in Riesenform
Als er am Galgen baumelt, ganz enorm.
Und spritzte gar, was schlimmer nicht sein kann
Die Richter all mit Sperma an.

Als Mary Stuart hingerichtet
Hat sie, obwohl es Rettung bringen könnt verzichtet
Auf Hilfe von Sir Robert Rammling
Wegen dem Geisterpenis-Ding.
"Lieber sterbe ich als dass ich mich lasse ein
mit einem Rammling, solchem Schwein",

so sprach Lady Mary mit unbeugsamen Sinn
es fiel ihr Kopf, gab sie ihr Leben hin.
Sir Robert hat sich sehr gegrämt
Für seinen Geisterpenis auch geschämt
Obwohl er daran unschuldig war
- doch dieses mache einem klar.

Die Abenteuer des Geisterpenis von Rammling Hall
3. Teil: Der Geister-Penis als Patriot


Als Oliver Cromwell stürzt die Monarchie
Begleitet Sir Edward Rammling die
Rundköpfe von des Cromwells Schar
Wobei auch sein Geisterpenis zugange war.
Dieser bezähmte sich mitnichten
Und darum ließ Cromwell hinrichten

Dne Träger von dem Geisterschwanz
Dass dieser verlor sein Leben ganz.
Entsetzlich war der geschändet Jungfrau Fluch
Das Geschlecht der Rammlings durch die Jahrhunderte schlug.
Kein Mittel fand sich auf der Erden
Den Geisterpenis loszuwerden.

Sir James Rammling segelte unter Sir Francis Drake über den Ozean
Bis dass sein Geisterpenis dann
Der sich sehr lange nicht gezeigt
Vorkam als er hoch in den Wanten steigt.
Sir Francis Drake konnte keinen Spaß verstehn
Und um Sir James Rammling war es geschehn.

Samt ragendem Geisterpenis ward er kielgeholt
Was er nicht überleben wollt.
Drake war ein sittenstrenger Mann
Der Sauereien nicht vertragen kann.
Sir Harold Rammling wanderte aus nach Amerika
Und hoffte zu entkommen dem Fluche da.

Doch dann beim Stamm der Irokesen
Ist dieses dann umsonst gewesen.
Der Geisterpenis zeigte sich
Den wilden Irokesen üppiglich.
Worauf der Häuptling Sagginasch
Sir Harold skalpierte kurz und barsch,

weil er meint, das sich der Engländer entblößt
was er als Spott ansah und was bei ihm Zorn auslöst.
Auch in der Schlacht von Trafalgar
Der Geisterpenis zugange war.
Nachdem Lord Nelson schon gefallen
Erschien bei Sir Theodore Rammling der Geisterpenis vor allen

Und sang ein patriotisch Lied
Wonach die Kampfmoral anzieht. 
Dann in der Schlacht von Waterloo
Trat der Geisterpenis auf und so
Wurde bei diesem Anlaß endgültig jedem klar
Dass der Geisterpimmel patriotisch war.

Sir Ethan Rammling war zu Tod getroffen
Da klaffte seine Hose offen
Der Geisterpenis zeigte sich
Und schnappte eine Fahne sich
Und mit dem Schrei: "Für Engeland!"
Hielt er diese wie mit der Hand
So dass vor diesem Zauberstück
Napoleons Soldaten flohn zurück

Eine Bresche in ihrer Formation entstand dabei
Durch diese brach die Reiterei
Schlug die Franzosen in die Flucht
Mit ihres Angriffs großer Wucht
So dass sich dann die Schlacht gewendet
Diese siegreich für die Alliierten endet.

Sir Ethan ist dann umgefalln, verstorben
Er hatte hohen Ruhm erworben
Auch wenn ein unüblicher Weg gewählt
Letztendlich das Ergebnis erzählt.
Auf seinen Unterleib deutete Lord Wellington
Und sprach: "Ein Held ging hier davon

Der meistens blieb wohl unentdeckt
Doch sich im entscheidenden Moment zu Britanniens Ruhm gereckt."
Charles, Earl of Rammling hatte das Unglück
Dass bei ihm hervortrat dieses Stück
Als er 1880 bei Queen Victoria
Im Buckingham Palace zu einem Empfang geladen war.

Die Queen schreiend in Ohnmacht fiel
Als sie erblickt den Geisterstiel
Der schmutzig spricht und vehement
Sie eine alte Nutte nennt.
Der Premierminister Sir Charles ergreifen läßt
Und für den Rest seines Lebens hat er Hausarrest

In Rammling Hall, dem Schloß seiner Väter,
wo ihn verspottet noch der Geisterpenis, dieser Übeltäter
bis dann in einer Gewitternacht
ein Blitz seinem Leben ein Ende macht.
Der Geisterpenis, hochgereckt
Sich am Schloßturm gegen den Himmel streckt

Damit zog er den Blitz dann an
Sir Charles verkohlt komplett sodann.
Jedoch auch dieses Blitzes Schlag
Den Fluch nicht zu vernichten mag.
Und bei den Rammlings jede Hoffnung sinkt
Dass noch jemals die Erlösung von dem Fluch gelingt.

Der Geisterpenis war ihr Los
Die Verbrechen ihrer Vorväter zu groß.

Die Abenteuer des Geisterpenis von Rammling Hall
4. Teil: Durch Liebe erlöst - das Ende des Geisterpenis


Doch dann, im Jahre 1999
Ein Wunder geschah, ereignete sich
Als Lady Anne of Lovecraft tugendhaft
Sich Edward, Earl of Rammling unsterblich verliebt, vergafft.
"Die Liebe wird den Fluch wohl lösen
vom Geisterpenis, diesem Bösen

in Liebe gebe ich mich hin
und es ist keusch und rein mein Sinn",
sprach Lady Anne und für die Hochzeitsnacht
ward alles nun bereit gemacht. 
Der Geisterpenis zeigte sich
Und bohrte in die Lady sich.

"Geliebter Edward", diese sprach,
"für dich ertrag ich diese Schmach.
Die Liebe wird bald überwinden
Den Fluch von deiner Vorväter Sünden.
Durch Liebe werden wir erlöst",
sprach's, und der Geisterpenis stößt

mit wilder Wucht und voller Zorn
die Lady von hinten und von vorn.
Ganz unersättlich war dies Glied,
jeder sich fragt, was nun geschieht.
Und es war so, dass nach der neunten Liebesnacht
Der Geisterpenis aus dem Staub sich macht.

Bei Sonnenaufgang ertönt ein Engelsgesang
Vom Geisterpenis, dick und lang.
Er leuchtete in strahlend Licht.
"Ich suche heim euch länger nicht",
ertönte eine Frauenstimme
die freundlich war und frei von Grimme.

"Die Liebe hat den Fluch gelöst,
der Geisterpenis nimmer sich entblößt."
Danach zeigte sich auch niemals wieder
Bei einem Rammling dieses Gräuel aller Glieder.
Damit hätt' alles gut können sein,
doch gab es in der Ehe Pein

die Earl Edward mit Lady Anne geführt
denn sie verglich ihn ungerührt
und sagte es ihm leis und laut
er wäre viel zu schwach gebaut.
Den Geisterpenis, stark und groß
Den fand die Lady Anne famos.

Womit Sir Edward real bestückt
Davon war die Lady nicht entzückt.
Sie hat ihn dann schon bald betrogen
Mit dem Jagdhüter, ungelogen
Und reicht die Scheidung ein sodann
Sodass Sir Edward wacker zahlen kann.

"Ach, hätte ich den Geisterpenis wieder",
so klagt der Rammling-Hall-Gebieter,
"dann wäre Anne noch bei mir,
doch so bin ich alleine hier."
Er hat sich dann dem Trunk ergeben
Und schied frühzeitig aus dem Leben.

Die Lady Anne im ganzen Land
Nie wieder solchen Penis fand
Wie den Geisterpenis von Rammling Hall
Vergebens sucht sie überall.
Deswegen spürt sie Frust und Schmerz,
gebrochen war ihr armes Herz

weshalb auch sie recht jung verschied
aus Trauer um das Geisterglied.
So endeten auch die zwei Leben
Vom Geisterpenis drangegeben
Schlug nochmals zu in diesem Fall
Der Fluch des Geisterglieds von Rammling Hall.

Mark Hellmann

Mark Hellmann war so bitter arm
Er war so arm dass Gott erbarm!
Schwer ruht auf ihm Mephistos Fluch
Der ihn mit Tessa Hayden schlug.

Drum ist er schon in jungen Jahren
Schnurstracks hoch nach Walhall gefahren.
Doch vorher hat er noch einen Mord begangen
Seinen Titelbildzeichner hat er aufgehangen.

Mark Hellmanns Rückkehr

Mark Hellmann war ein stolzer Knab
Er stieg aus dem Walhall herab
Und ohne lang darum zu bitten
Griff er Tessa Hayden an die Titten.

Das sah Hauptkommissar Pit Langenbach
Und machte einen großen Krach
Weil er jetzt bumst mit frohem Sinn
Tessa, die kesse Fahnderin.

Es rief Langenbach unverhohlen:
"Pfoten weg, Hellmann, dich soll der Teufel holen."
Da kam Mephisto gleich ins Spiel
Und wieder gab es Action viel.

Dracomar

Es macht der Vampir Dracomar
Sich beim Blutsaugen äußerst rar.
Er trank viel lieber Rote Beete
Und las im Sarg Werke von Goethe.
Der Faust, der hat's ihm angetan
Und er fing gern zu zitieren an

Aus Goethes Werken wunderbar
Was oft schon etwas peinlich war.
Er kannt auswendig Götz von Berlichingen
Tat oft von da Zitate bringen.
Als Dracula klopft an seinen Sarg
Da trieb es Dracomar zu arg.

"Der Fürst der Finsternis und die Vampire können mich nicht schrecken,
sie können mich am Arsche lecken!"
rief Dracomar in guter Ruh
und klappt hart den Sargdeckel zu.
So schön von Goethe das Zitat
Luzifer es nicht gefallen hat

Und er verbrennt mit einem Blitz
Den Sarg samt Dracomar mit Hitz.
Dracula grade noch zur Seite sprang
Und so die Flucht ihm noch gelang.
Drum achte gut welches Zitat
Du hast zum Antworten parat.

Hätt' Dracomar ein anderes Zitat genennt
Er heute wohl noch leben könnt.
Zum Beispiel abgewandelt dieses
Was steht in Goethes Osterspaziergang, lies es:
"Voll Freude jubelt Groß und Klein
hier bin ich Vampir, hier darf ich's sein."

Der heilige Missionar Sankt Paul

Der Kongo-Missionar Sankt Paul
Hielt selbst im Kochtopf nicht das Maul
Als ihn kochen drei Kannibalen
- er war so zäh als wie Sandalen
und predigt noch in Todesnot:
"Es vergebe euch der Herre Gott

denn ihr wißt nicht was ihr tut
indem ihr mich hier kocht mit Wut."
Sie kochten ihn drei Tage lang
Wobei er fromme Lieder sang
Nach drei Tagen lebt er immer noch
Weshalb Entsetzen in die Kannibalen kroch.

Sie berieten sich und sprachen: "Klar,
drei Tage Kochzeit, er ist gar."
Mit viel Gekau, Gewürg und großer Müh
Verzehrten drauf von ihm ein Bein grad sie.
Den Rest haben sie weggeschmissen
Weil sie sich sonst die Zähne an ihm ausgebissen.

Die Löwen machten um den Kadaver einen großen Bogen
Die Geier selbst am Himmel weiterzogen.
Doch bald danach ein paar andere Schwarze fanden
Den Missionar, und er ist auferstanden.
Ein Holzbein ersetzte ihm das rechte Bein
Die Missionarstätigkeit aufzugeben fiel ihm gar nicht ein.

Und weil er auferstanden ist nach tagelangem Kochen
Hat ihn der Papst heilig gesprochen.
Als Heiliger am Kongo wirkte nun Sankt Paul
Und predigt viel und war nicht faul.
Er predigt spät, er predigt früh,
er predigt ständig, hielt die Klappe nie.

Er predigte weiter sogar noch im Schlaf
Er predigt jedem, den er traf.
Er predigt Männern, Frauen, Kindern,
und wenn er keinen andern fand gar Schaf und Rindern.
Er predigte den Jungen und den Alten
Und konnt nicht fünf Minuten mal die Klappe halten.

So mancher schnappte deshalb über fast
- es war Sankt Paul als Dauerprediger verhaßt.
Und er erzählte, predigt immer wieder,
dass zu ihm kam der Heilge Geist hernieder
als er damals im Kessel kochte
und für sein Leben keinen Pfifferling mehr geben mochte.

"Wir bekehren uns", sprachen die Kongoneger zum Sankt Paul,
"wenn du nur endlich hältst das Maul!
Deine Predigten kommen uns zu den Ohren raus,
das dauernde Gequassel hält der stärkte Neger hier nicht aus.
In Teufels Namen lassen wir uns alle taufen,
nur höre endlich auf predigend uns nachzulaufen."

So hat der heilige Missionar Sankt Paul ganze Stämme wohl bekehrt
Denen mit seinem Dauergeschwätz den letzten Nerv er tötet wie man hört.
Groß war der Ruhm von seinen Missionierungstaten
Am Ende ward vom Papst nach Rom er eingeladen.
Und selbst im Vatikan, sogar beim Essen dort, während er kaut
Predigte Sankt Paul dabei noch weiter laut.

Es stört ihn nicht dass man ihn dabei schlecht verstund
Und dass ihm fielen Brocken aus dem Mund.
Dem Papst ist der Geduldsfaden gerissen
Und er hat den Sankt Paul zum Vatikan hinausgeschmissen.
Es hat den Heilgen Vater sehr gestört
Weil von Sankt Paul er ständig hört

Er wäre ein verirrtes Schaf, 
was seine Eitelkeit empfindlich traf.
Er solle ich bekehren, wenn ihm dieses nicht gelingt
Dass dann die Hölle ihn verschlingt.
Da sprach der Papst: "Das Maß ist voll!
Ich bin der Papst und weiß nicht was das soll.

Als Stellvertreter Gotts auf Erden
Brauch ich nicht von einem Dahergelaufenen bekehrt zu werden.
Mir ist es piepegal ob auferstanden du und was geschehn,
urbi et orbi - und verpiß dich, lass dich nicht mehr sehn!"
Er schickte den Missionar Sankt Paul zurück nach Afrika
War froh als er nicht mehr zu sehen und hören war

Und hatte wohl gepredigt Tag und Nacht
Und den Vatikan damit total verrrückt gemacht.
Als dann Sankt Paul zurück zum Kongo brommt
Der Negerhäuptling Ubopomba brommt:
"Da kommt der Dauerschwätzer wieder,
doch diesmal machen wir ihn nieder."

Gleich als er ins Dorf kam wurde Sankt Paul niedergerissen
Gefesselt in den Kongofluß geschmissen
Dort fraß dann auf der Stell ein großes Krokodil
Den heilgen Missionar Sankt Paul, da war er endlich still.
Nachdem acht Jahre lang er ununterbrochen predigt
War dieses dann damit endlich erledigt.

Das Krokodil, das fraß ihn jäh,
ihm war der Heilge nicht zu zäh.
Jetzt predigt er im Himmel was den Engeln vor
Nachdem sein Leben er verlor.
Die halten sich die Ohren zu und schrein: "Sankt Paul,
du bist jetzt hier im Himmel - halt das Maul!"

Falsch gedacht

In Paris auf der Guillotine
Lag die Jungfer Jaqueline
Bevor das Fallbeil den Kopf ihr abgeschlagen
Hört man die Jaqueline sagen:
"Merde, adieu, du schnöde Welt,
mein Kopf gleich in den Korb hier fällt."

Doch der Kopf daneben fiel, übers Pflaster rollt
Ein Metzgershund hat ihn geholt
Lief mit ihm fort und fraß ihn auf
Und es sprach Robbespierre darauf:
"Bürger, Bürgerinnen, man weiß es nicht,
das lernen wir aus der Geschicht,

und auch die Lehre der Vernunft
enthüllt nicht stets uns die Zukunft
und was letztendlich dann passiert
ist ungewiß - und mancher irrt
der meint, dass er vorher was weiß -
oft weiß er bloß Merde, 'nen Scheiß."

Der Revolvermann

Der Revolverheld Black Jack Trehearne im Wilden Westen
Zählte mit Colt und Winchester zu den Besten.
Er schoß 48 Menschen tot 
Und war auch sittlich sonst verroht.
Bis er dann an den Falschen kam
Sein Leben rasch ein Ende nahm.

Man grub ihn auf dem Boothill ein
Und schrieb auf seinen Grabesstein:
"Hier ruht der böse Jack Trehearne
der viele Leute totschoß gern
doch dieses ist jetzt endlich aus
im Sarge liegt er tot, die Laus."

Deadshot Tom

Auch Deadshot Tom Pinkle war ein Revolverheld
Der ständig schrie: "Was kost' die Welt?"
Bis er mal als Versehn erschossen
Ein Kind, was die Einwohner von Abilene verdrossen.
Am Galgen ward er hingerichtet
Und für sein Grabkreuz der Vers gedichtet:

"Der hier liegt schoß mal in die falsche Richtung
und so kam es zu dieser Dichtung
er hieß Deadshot Tom Pinkle, der ein Killer
im Leben laut und gar kein Stiller.
zum Schluß, da ward er aufgehenkt
sein Hals ward länger als man denkt."

Männerfang im Wilden Westen

Der wilde Cowboy Halbblut Joe
Ward seines Lebens nicht mehr froh
Als ihn die Rote Jayne betrog
Die prompt auf einen andern flog.
Den reichen Rancher Jack Osborne
Der hatt' eine große Ranch mit zehntausend Longhorne.

Halbblut Joe besaß nur der Rinder vier
Drum weint er traurig in sein Bier.
Ja, teulos und berechnend sind viele Frauen
Weil sie nur auf die Kohle schauen.
Halbblut Joe hat Jack Osborne erstochen
Sich auf der Flucht beim Sturz vom Pferd den Hals gebrochen.

Die Rote Jayne, die schaute dumm
Weil Halbblut Joe brachte Osborne kurz vor der Hochzeit um.
So konnt die Rote Jayne nichts erben
Und sich die Ranch auch nicht erwerben.
Die erbt ein Vetter von Osborne
Weshalb die Jayne in großem Zorn.

Der Vetter war verheirat schon
Und hat zwei Töchter und 'nen Sohn.
Für Jayne war auf der Ranch kein Platz
Sie mußte fort in wilder Hatz.
Halbblut Joes Rinder hatt' sie auch nicht mehr
So ging sie aus am Schluß ganz leer.

Da sagte sie: "Es ist wie's ist,
in diesem Falle alles Mist.
Mal sehn, wen ich als Nächsten finde
Als Ehemann dann an mich binde.
Wie Osborne, so 'ne gut Partie
Find ich so leicht nicht wieder hier."

Sie hat dann lange noch gesucht
Wobei sie sehr sich grämt und flucht.
Zum Schluß nahm sie einen Ladenbesitzer, der schon ziemlich alt
Und auch von recht krummer Gestalt.
Sie dachte: Auch wenn er mir nicht so liegt,
besser als nichts, frau nimmt halt was frau kriegt.

Feindlicher Alien

Aus den Tiefen der Galaxis kam
Ein Raumschiff, das Kurs auf die Wega nahm.
Es brachte die Weganer um
Wirkt an den Leichen noch herum
Zerstrahlte diese zu Atomen völlig
Heizt auf die Atmosphäre höllisch

Ließ alle Bauwerke stürzen ein,
macht Straßen, Brücken, technische Anlagen kurz und klein.
Hat alles dort mit Giftgas und Strahlen verseucht
Dass sogar mikrobisches Leben noch entfleucht.
Zu diesem Zeitpunkt wurde klar
Dass dies kein Freund der Weganer war.

Der Kosmische Rat veröffentlichte ein Bulletin
In diesem stand zu lesen drin
Die Akte seien bös gemeint,
dies wäre zweifellos ein Feind.

Atlan und die scharfen Alien-Frauen 

Nach der Reise durch die Dimensionen
wo die wilden Weiber wohnen
kam der Unsterbliche Atlan
total erschöpft zu Hause an.
Die Backen hatten ihm verhauen
die wilden scharfen Alienfrauen

weil er zwar einen Zellaktivator hat
doch ohne Penisaktivator war sein Glied zu matt.
"Lasse dich nicht wieder blicken",
riefen sie mit bösen Blicken.
"Schick lieber die Haluter oder Hallodri
oder wie nun mal heißen die -

denn diese, die sind überschwer
und die machen echt was her.
Du jedoch, alter Arkonid,
schäm dich für dein mickrig Glied.
Die Haluter schicke, nicht den Gucky
denn bei ihm geht es Rucki-Zucki

einmal hin und einmal her
das war dann der Geschlechtsverkehr."

Der Heilige Eugen von den Krokodilen

Dem Heiligen Eugen begegnet am Nil
Ein riesengroßes Krokodil.
Doch eh es ihn fraß hat er es bekehrt
So dass es fromm ward und Jesus dann verehrt
Täglich betet und nur noch Pflanzen fraß
Seine Krokodilsnatur total vergaß.

Es kam letztendlich soweit gar
Dass es als Meßdiener für den Heiligen Eugen tätig war.
Doch war die Messe schlecht besucht
Die Gläubigen ergriffen schnell die Flucht
Wenn das Krokodil als Meßdiener aus der Sakristei gekommen
Und am Altar Aufstellung genommen.

So mußt der Heilige Eugen mit Gebet statt Fluche
Losgehen und sich andere Meßdiener suchen.
Doch schwamm er oft und gern im Nil
Auf dem Rücken von seinem frommen Krokodil
Und hat auch andere Krokodile noch bekehrt
Bis dieses dann der Papst gehört.

Der schrieb eine Enzyklika
Dass solches nicht erlaubt sei, klar.
Nur Menschen hätten eine Seele.
Der Heilige Eugen kündigt auf der Stelle
Und lebt fortan als Eremit
Am Nilufer in einer Hütt.

Dem Papst die Enzyklika er nie verzieh
Er fuhr viel zu gern Wasserski.
Von seinem Krokodil gezogen
Flitzt er übers Wasser, springt und fährt flotte Bogen.
Er winkt und ruft: "Halleluja,
hic Nilus et hic salta!

In nomi patri et filii et spiriti sancti, ***
Ich fahre hier mein Wasserski."

Hier ist der Nil, hier springe - entlehnt von dem lateinischen Spruch hic Rhodos, hic salta! Und: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Kolonialdenken

Es war ein Krododil am Nil 
Das fraß der Neger ziemlich viel. 
Doch dieses ziemlich gleichgültig ist
Der Kolonialregierung, solange es nur Schwarze frißt.
Doch als es fraß 'nen Missionar
Entschieden das zuviel dann war.

Sofort schickte der Gouverneur
Spezialisten mit Giftködern, Fallen, Schießgewehr.
Die töteten das Krokodil
So dass die Gefahr vorbei am Nil.
Alles wegen dem einen weißen Missionar
Während vorher ziemlich egal es war.

Signs

Im Kornfeld sah ein Farmer Zeichen
Und als er tat seinen Keller streichen
Da kam ein Alien aus der Wand
Nahm ihm den Pinsel aus der Hand.
Der Alien, der war groß und blau
Er hat 'nen Kopf wie eine Sau

Vier Arme und 'nen langen Rüssel
'nen Raumfahrerhelm wie 'ne Suppenschüssel.
Da sprach der Farmer Jonathan:
"Ich glaub, ich bin im Säuferwahn.
Bist du es, der versaute mir mein Korn?
Damit erregst du meinen Zorn.

Was willst du Bursche hier bei mir?
Bist du ein maskierter Mensch, Geist oder Tier?"
"Ich komme her vom Sirius,
und dieses, weil ich kommen muß",
tönt's aus des Aliens Transmitter.
"Mir paßt es nicht, ich find es bitter.

Doch der Computer hat uns mitgeteilt
Wir müßten kommen, dass es eilt.
Warum, wieso, das weiß ich nicht.
Jedoch ist das Gehorchen Pflicht."
Drauf sprüht er Giftgas mit den Fingern
Dem Farmer wird es schlecht von diesen Dingern

Und holt er seinen Bruder gleich
Der trifft den Alien mit des Baseballschlägers Streich
Den Farbeimer er ihm noch überschüttet.
Der Alien war arg zerrüttet
Und obendrein kalkeimerweiß.
Er stöhnt und gurgelt: "So ein Scheiß."

Und rannte sofort aus dem Keller.
Er rannt' und wurde immer schneller
Und qualmt und dampft und raucht und zischt
Weil er die Farbe konnt vertragen nicht.
Ins UFO ist er dann gesprungen
Womit ihm knapp die Flucht gelungen.

Er ist dann auch nicht wiederkommen
Der Farmer hat's nicht schwer genommen
Und erzählt dann manchmal beim Whisky ungeniert
Wie einen Alien er lackiert.
Das hörte ein Drehbuchautor
Und stellt sich's gleich als Filmstoff vor.

Er schrieb auch prompt ein Drehbuch gleich
Es ward verfilmt, er wurde reich.
Den Film haben viele dann gesehen,
doch was das Ganze eigentlich sollt und was die Aliens wollten konnt keiner verstehn.
Und böse Zungen behaupten immer noch
Der Farmer, der soff wie ein Loch

Sein Bruder sei nicht viel besser gewesen
Und dass sie Aliens mit Baseballschläger und Besen
Gehauen und außerdem naßgemacht -
Das hätten die Zwei sich im Suff ausgedacht.

Bruder Alien

Ein Alien in das Kloster kam
Und dort als Novize seinen Anfang nahm.
Da er ein wandelnder Baum gewesen
Machte man mit ihm nicht viel Federlesen.
Ihm wurden die Äste am Kopf gestutzt
Sowie die Rinde blank geputzt.

Dann hängte man ihm eine Kutte um
Beweihräucherte ihn und sang Tedeum.
Als er sich kniete in die Kapelle mit seinen Wurzeln
Da taten andere Mönche drüberpurzeln.
Das hat die übrigen Mönche gestört
Und der Alien hat vom Abte gehört

Er sollte im Garten Wurzeln fassen
Und sich in den geschlossenen Räumen nicht mehr blicken lassen.
Als Bruder Alien und als Baum
Sollt im Garten verwirklichen er seinen Klostertraum.
Das hat der Alien auch getan
Und im Frühjahr fing er zu blühen an.

In seinen Zweigen bauten die Vögel ihre Nester
Und er ward so der Mönche Bester.
Brachte als Früchte kleine Bibeln und Kreuze hervor
Und rausch und raunt mit zu der Mönche Chor.
Zudem hat er auch noch Wunder getan
Heilte von Krankheit und Gebrechen Kinder, Frauen und Mann.

Ließ auf sich klettern auch die Kinder
Und nahm die Beichte ab dem Sünder.
Jedoch der Satan ist kein Schläfer
Er schickte ihm den Borkenkäfer
Dazu Wühlmäuse, die an seinen Wurzeln nagen
Das konnt dem Alien nicht behagen.

Er wurde dürr, verlor sein Laub
Bald rieselte aus ihm der Staub
Der Holzwurm kam dann noch dazu
Und brachte den Alien um im Nu.
Gefällt mußte der Alien werden
Es blieb ein Stumpf von ihm bloß auf Erden.

Doch das Kloster baute an der Stelle
Ihm zu Gedenken die Alien-Kapelle.
Es kam dann mancher Pilgerzug
Und Wunder folgten noch genug.
Doch dann ist ein UFO gelandet
Und Alien-Bäume, weiß gewandet

Marschierten in das Kloster ein
Wo sich aus des Aliens Holz befand ein Schrein.
Den trugen die Alien mit frommen Klängen
Und zudem herrlichen Gesängen
Ins UFO, flogen damit weg
Von nun an ohne Wunder war der Fleck.

Jetzt fing das Rätselraten an
Ob man den Alien als kosmischen Propheten bezeichnen kann
Der zur Erde kam und Wunder tat
Wie es schon früher war die Art.
Und was er der Menschheit und der Kirche sagen wollt
Doch wo auch immer Rat geholt

Bisher konnte nicht gekläret werden
Wer der Alien war und was seine Mission auf Erden.

Der Geistermelker vom Stubai-Tal

Jede Nacht um Mitternacht in der Geisterstunde
Dreht im Stubai-Tal der Geistermelker Hiasl seine Runde.
Und mit eiskalten Geisterfingern
Greift er den Kühen nach den Euterdingern
Dass diese muhen fürchterlich
Und treten wild, reißen los gar sich.

Auch auf die Alm und zu der Sennerin
Zieht es den Geistermelker hin
Mit kalter Hand und kaltem Glied
Kommt er und singt ein schaurig Liebeslied.
Dann schlüpft er zu ihr in das Bett
Wispert: "Ach, sei doch zu mir nett."

Der Grund für diesen Geisterspuk
Waren Weiberlaunen und schwer Betrug.
Denn es geschah vor zweihundert Jahren
Dass der Stubaier Vorfahren
Einen Melker übel ausnutzten, ihn betrogen
Und auch die Frauensleute ihn belogen

Und erst auf sich ganz scharf wohl machten
Und dann nicht an den Beischlaf dachten.
Um dieses Schicksal wohl zu wenden
Und nicht als Tollpatsch ganz zu enden
Wollt er als seiner Kühnheit stolz Beweis
Holen aus steiler Höh das Edelweiß.

Es stieg die Steilwand hoch empor
Der Melker, leider doch verlor
Er dabei wohl das Gleichgewicht
Und dieses überlebt er nicht.
Mit dem Edelweiß blutiger Hand
Zerschmettert man den Melker fand.

Sein Geist hat keine Ruhe dann gefunden
Seitdem geht er um zur Mitternachtsstunden.
Das ist des Geistermelkers Fluch
Weil mit ihm keine bumsen wollt und für Betrug
Weil ihn die Bauern schlecht oder nicht bezahlten
Auslachten ihn, hinter der Hand vorgehalten.

Und solange das Stubai-Tal besteht
Der Geistermelker dort umgeht.

Der Henker von Wetzlar (Moritat)

In Wetzlar ward verurteilt der Henker Hans zum Tod
Er stand dann unterm Galgen und schaut ins Morgenrot.
Da kam der Henker Otto die Kapuze überm Kopf
Und wollte wohl aufhängen, den Hans, den armen Tropf.

Da fing der an zu lachen als er sah das Henkersseil
Und sprach zum Henker Otto: "Wie nennst du diesen Teil?
Der Knoten ist verkehrt geknüpft, das Seil ist viel zu kurz
Und zudem klemmt die Falltür, du hast im Hirn 'nen Furz."

Da schlug ihn Henker Otto auf die Backe ziemlich roh
Und sprach: "Ich werd' dir's zeigen, du alter Hundefloh!
Ich bin der beste Henker im Lande weit und breit
Knoten und Seil sind richtig, mach dich zum Tod bereit."

"Von dir lass ich mich nicht hängen!" rief Henker Hans da laut.
"Durchlaucht, ich habe eine letzte Bitte", und zu dem Fürst er schaut
dem gedient er viele Jahre, für den er Scharfrichter war
der niemals je versagte, ein Meister, das war klar.

Bis er dann sollte hängen ein armes Bettelweib
Das einmal ein Huhn gestohlen, zu nähren ihren Leib
Für sich und ihre sieben Kinder, wofür sie hängen sollt
Das auszuführen Hans sich weigert, dem Fürst schimpft er und grollt

Da sollt er selber hängen, da half kein Weh und Ach
So hat's der Fürst entschieden, ein Machtwort er da sprach.
"Was willst du, Hans, du Sünder?", so fragte nun der Fürst
"muß ich denn wohl befürchten, dass du über Gebühr von mir verlangen wirst?"

"Nein, Durchlaucht", sprach der Henker, "ich habe meinen Stolz,
laßt mich fachmännisch und ordentlich baumeln an dieses Galgens Holz.
Den Knoten will ich knüpfen, bereiten mir das Seil,
es wachsen, glätten, die Falltür richten, das sein mein letztes Teil.

In diesem eurem Lande wird nicht gehenkt so schlecht
Solange ich leb' als Henker geschieht es so wie's recht."
Gerührt sprach da der Fürste: "Du sollst begnadigt sein
Henk diesen Stümper Otto und setze ich dich ein

Wieder in Amt und Würden, als Henker in dein Amt
Und sollst auch künftig richten die Schurken allesamt.
Wer so wie du ehrt sein Handwerk, der ist im Herzen treu
Und sollst mir wieder dienen als Henker alt und neu.

Doch allzu als die Strafe weil du frech mir widersprachst
Sollst heiraten du die Hühnerdiebin wegen der du deine Amtspflicht brachst.
Und sollst ihr und den sieben Kindern ein guter Vater sein
Und sollst sie all ernähren als der Scharfrichter mein."

Der Henker Hans der seufzte, doch Ach, was sollt er tun?
Er henkte auf den Otto, war wieder Henker nun.
Und kriegte noch drei Kinder, hat nun der Kinder zehn
Mit dem früheren Bettelweibe, so ist es da geschehn.

Das Bettelweib, das keifte, die Kinder schrieen laut,
dem guten Henker Hans es manchmal vor dem Nachhausegehen graut.
Und manchmal seufzte, klagte, der Hans in seinem Leid:
"Das ist nun mal die Strafe von der Gutmütigkeit.

Hätt' ich sie aufgehänget, hätt' ich sie nicht am Hals,
und hätt' ich das gewußt schon, hätt' ich's getan damals."
In seinem Haus ist Lärm jetzt den Tag und auch die Nacht
Und manchmal er beneidet einen Hingerichteten, den er hat umgebracht.

Denn dieser hängt in Ruhe an seinem Galgenstrick
Und schaukelt sich im Winde, das scheint dem Hans ein Glück.
"Du arge Hühnerdiebin, du hast mein Herz betört,
jetzt sind wir Eheleute, ob's gut geht oder stört."