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Luzifers Höllenkonferenz
Ob ein neuer Dracu-Lama sein kann ist die Frage
Noch gibt es in Tibet Weiße-Vampir-Bergklöster diese Tage.
Der Kampf zwischen den Roten Vampiren und den Weißen dauert fort
Und wütet mit Terror und Grauen und Mord.
In der Hölle Innerstem Kreis eine Konferenz findet statt
Die einzig und allein nur ein Thema hat.
Es muß der Höllenschar gelingen
Jenen Schüler von Vampo-tse zur Strecke zu bringen
Der zum Dracu-Lama war ausersehen
Und wollt dann in den Westen gehen.
Luzifer weiß zu jener Frist
Dass auf dem Wege nach New York er ist.
Die tödliche Falle lauert dort schon auf ihn
Und niemals soll er ihr entfliehn.
Al Dracone fett und aufgeschwemmt
Verspricht es dem schwarzen Drachenmonster auf dem Höllenthron enthemmt.
Und Beifall heulen die Höllengeister
Als Dracone huldigt seinem Meister.
"Ich kriege diesen Nachtmahr-po,
bringe ihn dir, enthäutet, roh,
er soll sich nicht gegen uns wenden
sich verwandeln, und wird damit enden
die Sage von dem immer wiedergeborenen Weißen Vampir
der einst bezwingt des Abgrunds Tier."
Luzifer faucht, seine Kralle winkt,
Dracone sich in ein Pentagramm schwingt
Dahin er reist, durch die Magie versetzt
Rematerialisiert im Dracone-Building in Manhattan jetzt.
Die Falle lauert, Nachmahr-po fliegt ihr ahnungslos entgegen.
Er soll nicht als Dracula wiedergeboren werden, man will ihn erlegen.
Übermächtig sind seine Feinde, und zum Schluß
Er chancenlos erliegen muß.
Sollte man meinen, doch es ist nicht immer so wie man denkt,
das Schicksal, eine Höhere Macht die Geschicke lenkt.
Im nächsten Gedicht werden wir sehen
Wie es Nachtmahr-po wohl wird ergehen
Ob die Verwandlung ihm gelingt
Zum Dracula, oder ob ihn die Hölle bezwingt.
Der musikalische Werwolf
Der Werwolf Baldur Beißemann
Legt mit der Hexe Gundel Gaukeley sich an
Weshalb diese mit einem Zauberspruch
Verhängte über ihn den Fluch
Dass beide Eier ihm wurden zu Stahl.
Das machte keine Körperqual
Doch war er fortan impotent.
Wenn er sich bewegt, geht, gar rennt
Ertönt von diesem Werwolfschlingel
Von da an laut und viel Geklingel.
Die Eier bimmeln - bim - bim - bim
Was für den Werwolf zunächst schlimm.
Doch übt er sehr, bald konnt er viel
Und herrlich war sein Glockenspiel.
Mal dröhnt er laut wie Donnerhall
Dann klingt ganz zart und fein sein Schall.
Damit bekam er eine Stelle
In Luzifers Höllenkapelle
Wo er dann bald ein großer Star
Und höllenweit gefeiert war.
Er musiziert mit Dämon und Ghul
Vor Satans selbst im Höllenpfuhl.
Als Musikant hat er geendet.
So ist es, manche Laufbahn wendet
Und mancher, nicht was er gelernt hat und studiert
Sondern 'nen andren Job ausführt
Und kommt in zweiter Karriere
Womöglich noch zu großer Ehre.
So wie der Werwolf Beißemann
Der mit Riesen-Stahleiern musizieren kann.
Und manchmal wird ein Mißgeschick
Später zu einem großen Glück
Denn Werwölfe, die gibt es viel
Doch einen nur mit Hoden-Glockenspiel.
Und wenn Luzifer huldigt der Teufel Chor
Tritt läutend Beißemann hervor
Und bimmelt dann mit viel Gefühl
Als Satans eigen Glockenspiel.
Schöner die Glocken nie klingen,
als in der höllischen Zeit,
s' ist, als ob die Teufelein singen,
singen von Qual und von Leid.
Welt ging verloren, Satan geboren,
freue dich, freue dich, Dämonenheit!
Giftzwerg 3 - Popstar und Gnom Little Sullivan
Die Hexe Gundel Gaukeley
War auch beim Sex wüst mit dabei.
Gern trieb sie es mit einem Gnom
Der sechsmal nacheinander kom.
Und immer nach dem sechsten Mal
Sang er wie eine Nachtigall.
Das klang so herrlich und so schön
Weit über Täler hin und Höhn
Bis ein Talentsucher gekommen
Hat ihn unter Vertrag genommen
Und weil ihm Gundel weiter willig war
Brachte er es zu einem Schlagerstar.
Mischt oben in den Charts jetzt mit
Und landet schon den dritten Hit.
Er führt als Little Sullivan
Die Top Ten und Hitparaden an.
Einsszwanzig ist der Gnom nur groß
Doch mit 'nem Riesenglied, famos.
Er kennt auch viele Ferkelein
Und er kann unersättlich sein
Sodaß die Gundel voller Brunst
Ihm immer wieder schenkt die Gunst.
Wir lernen hier aus der Geschicht:
Wenn du klein bist, verzage nicht.
Gar mancher Kleine ist ein Großer
Womöglich noch beim Sex ein Loser.
Und wenn er Talent hat, zum Beispiel singt
Er's manchmal bis ganz nach oben bringt.
Doch wirkt ein Weib meist mit dabei
Wie hier die Hexe Gaukeley.
Und: Hast's bei den Weibern du verschissen
Wirst du auch den Erfolg vermissen.
Der rassistische Vampir
Der Vampir Harald Hartenzahn
Der hatte einen Rassewahn
Womit er plump und ungeniert
Ghule, Werwölfe, Hexen diffamiert.
Die rotten sich in Schar zusammen
Und steckten ihm den Sarg in Flammen.
Mit brennendem Umhang und letzter Kraft
Der Vampir hat die Flucht geschafft.
Doch sein Penis war abgebrannt
Weshalb er dann Harald Ohneschwanz genannt.
Wir lernen hier aus der Geschicht:
Erheb dich über andre nicht
Weil sie das meistens mißverstehen
Und dir dann an den Kragen gehen.
Höllensex und Höllenbraten
Der Teufel in der Hölle saß
und Schweinefleisch mit Bohnen fraß.
Er saß auf seinem Flammenthron
soff aus der Flasch Mariacron
bis er dann plötzlich - unerhört -
Sex mit der Hexe Gaukeley begehrt.
In ihrer Liebesraserei
biß sie ihm ab das linke Ei
und hat ihm dann noch, ungelogen
ein geblasen, dass die Hörner fortgeflogen.
Worauf der Satan voller Wut
sie erst briet in der Höllenglut
und in den tiefsten Höllenpfuhl
sie steckt zusammen mit 'nem Ghul
der dann dort unten an ihr knabbert
und sie dazu auch noch besabbert.
Merke: Ein wenig Zartgefühl beim Sex
brauchen auch der Teufel und die Hex.
Denn geht es dabei zu grob her
bereitets keine Freude mehr.
Der Gehenkte
Mit langem Hals und stierem Blick
baumelte ein Mann am Strick.
Er baumelte ein halbes Jahr
wonach nicht mehr viel übrig war.
Die Augenhöhlen waren leer
'nen Hintern hat er auch nicht mehr.
Durch seine Rippen pfiff der Wind
die Haare ausgefallen sind.
Zuletzt bestand er nur aus Knochen
dann sind die auch noch weggebrochen.
Der Totenschädel mit 'nem Plumps
fiel auf die Erde runter - rumms.
Dort lag er noch einmal ein Jahr
bis von ihm nichts mehr zu sehen war
weil Kühe liefen dort mit Muh
und schissen diesen Schädel zu.
Wir lernen hier aus der Geschicht:
Häng nicht herum, es lohnt sich nicht.
Klabautermann contra Fliegender Holländer
Jackel Klabau war ein Klabautermann
der den Fliegenden Holländer Jan van de Dood nicht leiden kann.
Er machte einen großen Sturm
um zu vernichten diesen Wurm.
Den Holländer mit seinem Schiff
trieb er heran ans Höllenriff
dort trat ihn der Klabautermann
in den Skelettarsch rein so fest er kann.
Da rief der Knochenmann van de Dood:
"Klabautermann, Schockschwerenot!
Ich geh nicht in das nasse Grab
eher reiß ich dir die Ohren ab."
Im Windsgebraus mit Huihuihui,
da rauften sich die beiden - Pfui!
Bis dass mit einem Riesenkrach
das Geisterschiff am Riff zerbrach.
Das freute den Klabauter sehr
Jan van de Dood hat keinen Segler mehr.
Er schwamm auf 'nem Hai zu einer Kannibaleninsel
dort lebte fortan dieser Pinsel
und wurde als ein Gott verehrt
was ihn sehr freut, und was uns lehrt:
Nach jedem Scheitern geht es weiter
nimms nicht so schwer und bleibe heiter.
Als der Klabautermann später auf die Insel kam
Jan van de Dood ihn gefangen nahm
kochte von ihm Klabautersuppe
für seine Kannibalentruppe.
Die ausgekochte Hülle vom Klabauter dann
band van de Dood am Totempfahl an.
Und jeder freut sich, ist entzückt
als dieser den Totempfahl schmückt.
Jan van de Dood sprach voller Hohn:
"Klabauter, das hast du davon.
Letztendlich hab' ich doch gewonnen
hättst lieber keinen Kampf begonnen."
Mit dem schönsten Totempfahl in der Südsee prahlen
von nun an diese Kannibalen.
Touristen kamen scharenweise
und zahlten hohe Eintrittspreise
um den Totempfahl anzusehn
weil dieser gar so schrecklich schön.
Bald kauft' ein Schiff sich van de Dood
und segelte ins Morgenrot.
Ja, van de Dood gab niemals auf
nach jeder Niederlage stand er wieder auf.
Er segelt durch die Sieben Meere
- Jan van de Dood - habe die Ehre.
Das Geisterklo im Spessart
Es lebt der Dämon Archibald
Im Geisterklo im Spessartwald.
Weil er den Luzifer brüskiert
War er zum Klogeist degradiert.
Betrat das Geisterklo ein Mann
Fing Archibald zu brüllen an.
Er brüllt so laut und fürchterlich
Dass drauf der Mann entsetzt entwich.
Betrat das Geisterklo 'ne Frau
Macht Archibald die große Schau.
Erst wenn sie saß mit nacktem Po,
lacht er dumpf dröhnend "Hohoho!"
Und weht empor als eiskalter Wind
Was wirklich keine lustig find.
Als Totenkopf er schaurig grinste
Grausig aus dem Aborte linste.
Eine Frau, die einmal war am Geisterklo
Ward nie mehr ihres Lebens froh
Weil sie von da an keiner Toilette traut
Sich schon vorm Geräusch der Spülung graut.
So trieb es der Toilettengeist
Doch war er todunglücklich meist.
Wie es ihm geht, wollt man das wissen
Dann antwortete er prompt: "Beschissen."
Schuld war des Schinderhannes Bande
Die weder Furcht noch Erbarmen kannte
Und wenn der Archibald gespukt
am Lokus sitzen blieb, nicht zuckt
Damit kaltblütig dem Dämon trotzte
Und auch noch auf ihn niederprotzte.
Das fand Archibald unerhört
Sein Selbstbewußtsein als Dämon ward zerstört.
Er rächt sich an den Lokusratten
Die bei ihm nichts zu lachen hatten.
Nachts jammert er im Geisterklo
Ward seines Daseins nicht mehr froh.
Er wurde geistig, seelisch krank
Von all dem Frust und dem Gestank.
Umbringen konnte er sich nicht
Am Leben blieb der arme Wicht
Als Klogeist war er, man sieht es ein,
letztendlich bloß ein armes Schwein.
Er hatte keine Perspektive
Verbannt in des Abortes Tiefe
Und dort hockt er auch heute noch
Weil er sich Luzifers Zorn zuzog.
Wir lernen hier aus der Geschicht:
Mit deinem Chef verdirb es lieber nicht
sonst wirst am End' du strafversetzt
so wie es Archibald geht jetzt.
Die Geisterkuh von Sankt Kathrein
Die Geisterkuh von Sankt Kathrein
brachte dem Senn Hiasl große Pein.
Wenn er die Kühe heimgetrieben
ist sie unsichtbar auf der Alm geblieben.
Sie muht und bimmelt die ganze Nacht
was Hiasl um den Schlaf gebracht.
Wenn er nachschaut, da war die Weide leer,
er rannte hin, er rannte her,
er sucht, er ruft, hat keine Ruh,
wegen der Sakrefix-Kreizdeifi-Geisterkuh.
Und unheimlich erschallt das Muh
von dieser unsichtbaren Kuh!
Und gräßlich ihrer Glocke Klang
dem Senner in die Ohren drang.
Der Stress machte ihn impotent
seine Freundin Zenzi mit 'nem andern pennt.
Hiasl soff den Enzian klar
bis er den Watzmann doppelt sah.
Er stürzt sich in den Königssee
obwohl es kalt war, Eis und Schnee.
Nach einer Weile er versank
und jämmerlich im See ertrank.
Ihr fragt: Weshalb mußt er so enden?
Anwort: Er molk die Kühe grob und mit kalten Händen
weshalb dann diese Kreatur
ihm fürchterliche Rache schwur.
Der Kühe Zorn holt aus der Hölle
die Geisterkuh wohl auf die Stelle
die dann die Rache hat vollstreckt
und Hiasl zu Tode schreckt.
Merk dir: Beim Busen der Frau und beim Euter der Kuh
faß stets mit Gefühl und warmhändig zu.
Sam Hawkins
Sam Hawkins stand in großer Qual
an dem Comanchenmarterpfahl.
Sie verbrannten ihm das linke Ei
das rechte füllten sie mit Blei
und jagten ihn mit Spott und Hohn
auf seinem Maultier dann davon.
Da holte er Old Shatterhand
der keine Furcht und Gnade kennt
Apachenhäuptling Winnetou
kam zu der Rache noch hinzu.
Der Comanchenstamm ward ausgerottet
der Häuptling gar im Topf gesottet.
Ja, furchtbar ist des Westmanns Rache
und er kommt gnadenlos zur Sache
wer ihn skalpiert und gar kastriert
bekommt dafür, was ihm gebührt.
Karl May sollt dieses niederschreiben,
doch sagte er: "Das lass' ich bleiben.
In dieser Story fehlt der Edelmut,
es geht um Rache und viel Blut.
Das paßt in meine Bücher nicht."
Und unterschlug so die Geschicht.
Hier sei es somit aufgeklärt
was einst Sam Hawkins widerfährt
und ihn zu einem Westmann machte
der "Hihihi" dann hoch und weibisch lachte.
Wie Goethes Gedicht "Der Zauberlehrling" entstand
Einst sah der Goethe einen Geist
der ihm dreist auf den Schreibtisch scheißt
worauf der Dichter droht und grollt
dem Geist, dass er dies lassen sollt.
Drauf sprach der Geist: "Das ist mir schnurz",
entfernte sich mit einem Furz.
Die Geisterscheiße aber stank
blieb auf des Dichters Schreibtisch blank
worauf Goethes Putzfrau mit Verdruß
den Dreck danach wegräumen muß.
Draus lernte dann der Dichtkunst Meister:
's gibt reine und unreine Geister.
Und es kann nicht jeder hinnieden
so einfach einem Geist gebieten.
Der Goethe hat lang nachgedacht
und dann das Gedicht "Der Zauberlehrling" zu Papier gebracht.
Denn auf den Tisch vom Zaubermeister
da scheißen sie nicht hin, die Geister.
Der Fluch der Geistersau
Die Geisterwildsau Kunigunde
rennt durch den Wald zur Geisterstunde.
Und wo der Förster sie erschossen
da grunzt und klagt sie ganz verdrossen:
"In der Blüte meines Lebens mit Radau
schoß er mich tot, mich arme Sau.
Förster Kuno, auf ewig fluche ich dir
zu Tod sollst du kommen vom Schnaps und vom Bier.
Verfemt und vertrieben, geschieden von Kindern und Frau -
das bringt dir der Fluch von der Geistersau!"
Und höret nun alle, nach Jahr und Tag
der Förster Kuno erschossen beim Hochsitz lag.
Die Jägermeisterflasche in der einen, das Gewehr in der anderen Hand
man den Förster nach seinem Selbstmord im Walde fand.
Und laut grunzt dann um Mitternacht
die Geistersau: "Es ist vollbracht.
Getroffen hat mein Rachefluch
den Kuno, den man tot wegtrug.
Jetzt gehe ich in die Ewigen Jagdgründe ein
und lebe dort weiter als Geisterschwein."
Draculas Studienende
Es hat sechzig Jahre ungeniert
Dracula in aller Welt studiert.
Nach hundertzehn Semestern, müßt ihr wissen,
ist seinem Vater die Geduld gerissen.
Vater Beißold sprach zu ihm: "Fürwahr,
die Faxen sind jetzt um, ist's klar?
Ich hasse diese Schlampigkeit
Und die vergeudet Studienzeit.
Das kostet eine Menge Geld
Du amüsierst dich in der Welt.
Ich sitz daheim und kann hier schaffen
Die Kohle dir zusammenraffen.
Was kommt dabei heraus, Herr Sohn?
Nix - Ausreden, die kenn ich schon.
Wer damals mit dir angefangen
Hat längst promoviert, ist abgegangen,
als Vampir-Doktor oder Rechtsanwalt,
als Lehrer, Theologe, Wissenschaftler wohlbestallt,
nur du, du treibst dich bloß herum,
machst dieses, jenes Studium,
doch eines auch zu End zu bringen
wird dir im Leben nicht gelinge.
Es reicht mit der Studiererei
- ab heute ist's damit vorbei!"
Dracula sprach zum Vater nun:
"Ach, Herr Papa, was soll ich tun?"
Drauf sagt ihm der Beißold grob:
"Such dir gefäligst einen Job.
Verdien dein Blut und auch dein Geld
Mal selbst und schau, wie dir's gefällt."
Das fand Dracula nicht zum Lachen
doch konnt er nichts dagegen machen
und war die Zeit vom Studium
damit für ihn endgültig um.
Einen Studienabschluß hat er nie
es fehlt an Fleiß ihm, dem Genie
so daß ihn die Geschichte kennt
als abgebrochenen Student.
Des Königs Vampetiere
Anno diaboli 1603 langt in Paris wohl an
Der Vampir d'Dracagnan.
In der Gascogne stand seines Vaters Schloß
Wo er gelebt und wurde groß.
In Paris da kam er unter
In einer Gruftpension beim Plunder
Denn er war leider bitterarm
Schlief in einem wurmstichigen Sarg, Luzifer erbarm.
D'Dracagnan war arm, doch jung und stolz
Richtig aus der Gascogner Holz.
Als er nachts durch Paris geflogen
Hat es ihn magisch hingezogen
Zu einer Schenke "Roter Krug"
Wo er gestoppt hat seinen Flug
Setzt sich bescheiden in die Ecke
Damit ihn niemand dort entdecke.
Vor ihm stand Blutwasser, an dem er manchmal nippt
Den Rest er in die Blumen kippt.
Ihm gegenüber saßen drei
Die warn beim Zechen fröhlich mit dabei.
Sie tranken Blutmet aus großen Kannen
Und bald zu singen sie begannen:
"Warum hat's der Vampir so schön?
Fliegt über Täler hin und Höhn
Und saugt das Blut mit großer Lust
Aus Frauenhals und Frauenbrust."
Die menschlichen Gäste hörten einen anderen Text
Weil die Vampire sie verhext.
Sie sangen falsch, sie sangen laut,
d'Dracagnan es vorm Gegröle graut.
Bis einer fragt: "Gefällt der Gesang euch nicht?
Was zieht ihr denn für ein Gesicht?"
"Ihr grölt, mein Herr", spricht d'Dracagnan,
"als seid befangen ihr vom Wahn.
Es schmerzt das Ohr, und fürchterlich
Hört an euer Gegröle sich.
Ihr seid kein Mensch und auch kein Tier
Bloß ein besoffener Vampir."
"Das lasse ich nicht auf mir sitzen",
der andre sprach, "ich wird' euch ritzen
mit meinem Degen, scharf und spitz.
Euch mangelts an Esprit und Witz.
An Wissen auch, ihr habt die Ehre,
wir sind des Königs Vampetiere.
Saugos, Blutos und Saugamis sind unsre Namen,
wir sind die Helden aller Damen,
streiten bei jeder Gelegenheit
für Edelmut und Gerechtigkeit.
Verachten auch die Schwarzmagie
Die Luzifers Kardinal Noctelieu betreibt wie nie.
Seine Werwolfhorden streifen in Paris umher
Niemand ist seines Lebens sicher mehr.
Sie metzeln, morden und sie rauben
Sind gegen das Gute und den Glauben
Und Noctelieu bezahlt sie gut
Mit Reichtum, Orgien und mit Blut.
Das Finstere Zeitalter wird beginnen
Wenn sie noch mehr an Macht gewinnen."
"Das ist kein Grund hier so zu grölen.
Mein Herr, ich kann euch nicht verhehlen,
dass ihr ein großer Flegel seid",
sprach d'Dracagnan und war bereit
zu kämpfen mit dem spitzen Degen
gegen alle drei, kühn und verwegen.
Am nächsten Tag um Mitternacht
Wurde ein Treffen am Cimetiere Pere Lachaise ausgemacht.
Die nächste Nacht kam angeflogen,
d'Dracagnan den Degen hat gezogen
und duelliert sich in der Luft
mit Saugamis über der Gruft.
Gleich schlitzt er einen Arm ihm auf
Schwarzes Blut spritzt auf den Degenknauf.
Voll Wut, Schmerz kontert Saugamis -
's geht hin und her der Kampf - Remis
- da beide Kämpfer gleichstark sind,
jedoch, dann, d'Dracagnan gewinnt.
Sein Degen sitzt Saugamis an der Kehle.
Es ruft der Vampir gleich: "Oh, wähle,
ergich dich ohne Bedingungen oder stirb.
Tod oder Gnade dir erwirb."
Der Saugamis spricht: "Ja, ich sterbe
Lieber den Tod, als dass ich erbe
Ein Leben als Besiegter und in Schande.
- Durchtrenne meines Lebens Bande
und schlage meinen Kopf mir ab,
die Asche senke man ins Grab.
Lieber sterb ich, der Saugamis
Als dass ich mir mein Leben schenken ließ!"
Saugos und Prothos schauen zu,
mit Mühe halten sie die Ruh,
verharren in der Luft wohl auf der Stell
denn dieses ist nicht ihr Duell.
Es geht nur d'Dracagnan und Saugamis an
Kein andrer eingreifen darf und kann.
Lange schaut d'Dracagnen Saugamis ins Auge,
zerbricht seinen Degen dann, spricht: "Tauge
mir dein Tod auch noch so sehr zum Ruhm,
werd' ich dich niemals bringen um.
Der Geist, den du mir zeigtest bürgt
Der Vampire Stolz und Ehre ist noch nicht erwürgt.
Ich geb dir deins, du mir mein Leben,
somit sind wir dann quitt soeben.
- Doch jetzt will ich mich nicht länger zieren
mit den beiden anderen mich duellieren."
Blutos und Saugos jubeln froh:
"Kein Duell mehr gibt es, hohoho!
Wer unsern Kamerad verschont
Als Freund in unsren Herzen wohnt.
Es wär' uns große Freud und Ehr'
Wirst du wie wir ein Vampetier.
Einer für alle, alle für einen
So soll uns unser Bund vereinen."
Es klirren die Degen, mit frohem Charme
Umarmen die vier sich, Arm in Arm
Fliegen sie vereint durch die Nacht davon -
Ein Vampetier wurde der Gascogne Sohn.
Jetzt sind sie vier, vormals drei Vampetiere
Und streiten stolz für Blut, Ruhm und Ehre.
Einer für alle, alle für einen,
für immer wird dieser Bund sie vereinen.
Was sie weiter erlebt, was mit ihnen gewesen,
das können fortan wir in weiteren Geschichten lesen
von dem Vampetier d'Dracagnan,
der war ein ruhmreicher Vampir und Edelmann.
Spiderman
Der größte Spinner von Manhattan
ist Spidermann, das kann man wetten.
Er schwingt sich durch Manhattans Straßen
läßt sich in Harlem einen blasen.
Den bösen Buben jagt er nach
steigt Wolkenkratzern auf das Dach.
Er kämpft für die Gerechtigkeit
rettet Menschenleben jederzeit,
sein Spinnenherz, was uns sehr rührt
hat auch die Liebe schon gespürt.
Der Spiderman hat arge Feinde
und eine große Fangemeinde.
Ein Comicheld, ein Supermann
der wohl die Welt erretten kann
und gegen den sind alle Schurken
nur alte schlappe schlaffe Gurken.
Und weil man von ihm solches kennt
heißt's: Spidermann for President.
Aus dem Leben eines Jedi-Ritters
Des ersten Yedi-Ritters Laserschwert
ersetzt ihm oft den Küchenherd
weil er sich gern darauf Spiegeleier brät
will er noch einen Imbiß spät.
Durch den Transmitter kam der böse Sithe-Lord
nahm ihm die Spiegeleier fort.
Da hat der Jedi nichts zu essen
schlecht kann er das dem Sith vergessen.
So entstand die Fehde zwischen beiden
unter der mußt die Galaxis leiden.
Die Raumschlacht tobt, es gellt ein Schrei:
"Ich will Rache für mein Spiegelei!"
Die Wersau im Schlachthof
Weronika, die wilde Werwolfsau
Machte im Schlachthof groß die Schau.
Sie brachte zwanzig Metzger um
Und macht den Veterinär noch stumm.
Im Schlachthof stand knietief das Blut
Von der Wersau in ihrer Killerwut.
Ja, furchtbar war der Wersau Zorn
Wen sie angriff, der war verlorn.
Im Kühlhaus standen, zitternd, bebend,
paar Schlachthofleute, die noch lebend.
Die Wersau rannte gen das Tor
Das aus den Angeln brach hervor
Und stürzt dann quiekend fürchterlich
Gleich auf die Schlachthofleute sich.
Der rothaarig Hilfsschlachter Theobald
Erblickt die schreckliche Gestalt
Warf sich der Bestie gleich zu Füßen
Und rief: "Mein Leben will ich büßen,
von mir aus reiß den Kopf mir ab,
doch schon die Klofrau Njami, die so lieb ich hab.
Sie kommt aus Tansania
Und ist die Schönste, die ich jemals sah.
Wenn sie sitzt vor dem Kantinenklo
Und ich sehe sie, dann bin ich froh.
Dann schlägt das Herz mir bis zum Hals
Ich weiß, ich lieb sie. Jedenfalls
Will ich mein Leben für sie geben,
ich will nur: Sie soll weiterleben."
Die Wersau brach in Tränen aus
Und lief davon, vorbei der Graus
Weil es ihr gausam Herz gerührt
Wie sich der Schlachter aufgeführt.
Ja, tief im Herzen war die Wersau,
letztendlich doch auch eine Frau.
Die Liebe hat den Tod besiegt
Der Hilfsmetzger die Klofrau kriegt
Und so gab's, wie man gern es kennt
Zum Schluß doch noch ein Happy-end.
Am Anfang spritzt herum das Blut
Letztendlich ward dann alles gut.
Und es kracht zu dem Hochzeitskuß
Salut der Metzger Bolzenschuß.
Darth Vader
Der Jedi-Ritter Anakin
Hatte Tag und Nacht nur Sex im Sinn
Und weil er jederzeit potent
Man ihn den schärfsten Jedi nennt.
Er bumste die Amidala
Dass sie laut schrie und Sterne sah.
Der alte Yoda liebt das nicht
Erinnert ihn an seine Pflicht
Und sprach: "Gebrauch Laserschwert dein
Und nicht Penis nur allein
Weil sonst noch siegt Imperium
Und bringet Jedi-Ritter um."
Weil Anakin nicht aufgepaßt
Hat ihn die Dunkle Macht erfaßt
Und mit dem Hirne, weichgevögelt
Er als Darth Vader durch das Weltall segelt.
Sexsucht hat ihn zu Fall gebracht
Der böse Imperator lacht:
Darth Vader ist ihm untertan
Damit er ständig bumsen kann.
Als Jedi-Ritter könnt er's nicht
Da stünde ihm im Weg die Pflicht.
Ein jedem Klon-Krieger steckt übrigens ein Weib
So hat er immer Zeitvertreib.
Ach Anakin, ach Anakin,
du hast nur immer eins im Sinn...
Don Vampote und Saugo Pansa
Oh, alte Vampirherrlichkeit, besungen und beschrieben,
oh gute alte Ritterzeit, wo bist du nur geblieben?
Mit edlen Rittern, Vampiren, Knappen, schönen Damen,
mit Drachen, Bösewichten, Unholden, allen, die da kamen
Bevölkerten die Ritterwelt
Mit Heldentaten, ungezählt.
- In der Nähe von Sevilla lag im Sarg
der außer ihm viele Bücher barg
der Vampir Don Vampote,
der lange schon den Verstand zu verlieren drohte.
Er las und las die Ritterschwarten
Die allesamt vor Unsinn starrten
Er wäre verhungert, wenn nicht in der Nacht
Sein Knecht Saugo Pansa ihm das Blut gebracht
Wovon er hastig einen Becher trank
Und wieder in seine Lesephantasien versank.
Seine Familie hat das sehr verdrossen
Und der Familienrat beschlossen
Dem Magier Merlin mitzuteilen
Vampote von seinem Wahn zu heilen.
Merlins Magie erschuf ein Zaubertor
Durch das Vampote sich verlor
Real in seine Bücherwelt
Zu sehen, wie es dort bestellt.
Und weil Saugo Pansa bei ihm war
Riß ihn der Zauber mit, und dieses Paar
Entschwand mit einem Donnerschlag
Ins Jenseits, wo Fantasien lag.
In einer Welt mit Burgen, Schlössern,
mit Helden, Drachen und mit Rössern
sich Don Vampote wiederfand
und zog und flog mit Saugo durch das Land
bis ihn ein großer Blutdurst plagte
und er dann einen Angriff wagte
auf einen Ritter silbern schimmernd.
Den biß er gleich mit Wut, und wimmernd
Flog er hinweg, weil er mit voller Wucht
In die eiserne Rüstung biß in seiner Sucht
Nach frischem rotem Blut.
Ein Zahn ihm abbrechen tut.
In eine Höhle flog er dann
Wo er sich erst erholen kann.
Doch in der Höhle wohnt ein Drachen
So hat Vampote nichts zu lachen.
Der Drache wütend Feuer spuckt -
Vampote halb verbrennt, er zuckt
Aus jener Höhle gleich zurück
Fliegt qualmend fort ein großes Stück.
Erholt sich in 'nem Schweinestall
Von diesem Drachenüberfall.
Die Sonne scheint, und durch die Ritzen,
blinken Sonnenstrahlen, bringen ins Schwitzen
Vampote, so dass er halb tot
Erlebt noch knapp das Abendrot.
Saugo Pansa kam dann hinzugeflogen
Hat ihn in einen dunklen Gang gezogen
Wo Don Vampote liegt und ruht
Gestärkt wird mit Kaninenchenblut
Das ihm der treue Saugo bringt
Dass die Genesung bald gelingt.
Der schlaue Saugo fragt den Herrn
Ob er bliebe auf dieser Welt denn gern.
"Ich hatte", spricht diesr, "sehr viel Pech,
doch keinesfalls will ich schon weg.
Denn dies ist eine Ritterwelt,
wenn ich's recht anfang, sie mir gefällt.
Ich will das Blut von einer Jungfrau trinken
Und damit wird das Glück mir winken."
Der dicke Saugo dachte nach
Und dann zu Don Vampote sprach:
"Ich rat, fallt 'ne Prinzessin an
dann seid ihr ein gemachter Mann.
Macht sie zum Vampir, dann als Lohn
Winkt euch zum Schloß ein Königsthron.
König Vampote seid ihr dann -
Der Titel stünde euch gut an.
Beherrscht ihr dann ein ganzes Reich,
kein Vampir ist an Macht und Ruhm euch gleich.
Und ich, ich muß auch etwas sein -
Setzt mich als euren Kanzler ein."
Darauf schaut ihn Vampote an:
"Das machen wir, mein guter Mann.
Ich lobe dich für diesen Rat
Und lasse folgen ihm die Tat."
In der Nacht flog Vampote zu des Königs Schloß
Die Anstrengung war ziemlich groß
Weshalb ihm Saugo halb durch die Luft mußt tragen.
Vampote tat ans Fenster schlagen
Von der Kemenate von des Königs Töchterlien
Und diese ließ ihn gern herein.
"Ha", sprach die Prinzessin, "endlich kommt ein Mann!"
Und schmiß sich an Vampote ran.
Die Kleider sie ihm und sich vom Leibe riß
Während er in den Hals sie biß
Und zwang ihn zum Geschlechtesakt
Indem sie ihn am Penis packt.
Jetzt wallt dem Vampir doch das Blut
In heißer wilder Liebesglut
Rammelt er wild so oft er kann
Flog erst am Morgen fort sodann
Sodass er es mit letzter Kraft
Grad noch bis zu seiner dunklen Höhle schafft.
Dort lag er ganz entkräftet flach
Und fühlte sich zum Sterben schwach.
Saugo Pansa hebt seine Hand
Bat ihn, dass er sich nochmals ermannt.
"Beißt weiter diese Prinzessin,
macht sie zu einer Vampirin
dann werdet ihr der Prinzgemahl
folgt auf den Thron im Erbschaftsfall."
Und wieder flog Vampote hin
Es wartet schon die Prinzessin
Am offnen Fenster splitternackt
Und gleich sie den Vampote packt.
Sich von ihm heißen Sex ergattert
Bis er erschöpft davongeflattert.
Die Frage kam, wer stärker ist,
den anderen besiegt und frißt
ob es der Blutdurst vom Vampir
oder der Prinzessin Liebesgier.
Letztendlich ging es dann so aus
Die Prinzessin ward zum Vampir, oh Graus.
Vampote jubelt, Saugo auch,
jedoch ihr Traum verflog wie Rauch.
Die Vampir-Prinzessin lacht Vampote aus
Und jagt ihn zu dem Schloß hinaus.
"Verschwinde hier, du alter Bock,
mir kommst du nicht mehr untern Rock.
Nachdem ich jetzt Vampirin bin
Hol Lover ich mir nach meinem Sinn.
Jung, schön und stark als wie ein Stier
Sei stets mein Lover und Vampir.
Dich, alter Esel, brauch ich nicht,
hau ab, bevor der Pfahl dich sticht!"
Erschüttert flog Vampote fort
Erholt sich an dem dunklen Ort.
Noch immer fehlte ihm ein Zahn,
erschöpft war er vom Liebeswahn,
zerzaust, zerkratzt, zerfetzt, verbogen,
und aus dem Schloß hinausgeflogen.
Seine Ambitionen allesamt gescheitert
Was ihn und Saugo nicht erheitert.
Geschlagen flogen sie dahin,
in ihre Welt zurückzukehren war ihr Sinn.
Als Merlin dieses wahrgenommen
Persönlich ist er hingekommen
Und hat Vampote glatt gefragt
Wie ihm die Ritterzeit behagt.
Vampote schweigt vornehmerweise,
doch Saugo sprach: "'s ist hier Scheiße!"
Worauf Merlin mit seinem weißen Bart
Gemurmelt hat nach Zaubererart.
Ein greller Blitz aus seiner Kristallkugel zischt
Die beiden es aus der Ritterwelt wegwischt.
Bei Sevilla finden sie sich wieder
Sortieren, prüfen ihre Glieder,
und fliegen durch die Sternennacht
zu Vampotes alter Burg, die unbewacht.
Vampote warf die Bücher fort
Lebt anders jetzt an diesem Ort.
Vom Ritterwahn war er kuriert
Und hat sich anders aufgeführt.
Vampote meint nun unverhohlen:
"Der Ritterschmonzes bleibe mir gestohlen.
In Zukunft als Unterhaltung pur
Lese ich ausschließlich Science fiction nur."
Oh, alte Vampirherrlichkeit, besungen und beschrieben,
oh gute alte Ritterzeit, wo bist du nur geblieben?
Mit edlen Rittern, Vampiren, Knappen, schönen Damen,
mit Drachen, Bösewichten, Unholden, allen, die da kamen
Bevölkerten die Ritterwelt
Mit Heldentaten, ungezählt.
Dann las von Star Wars unser Tor -
Und es war alles wie zuvor.
Der Geist in der Geisterbahn
Ein Geist kam in die Geisterbahn
Und fing dort echt zu spuken an.
Er heult und mit den Ketten klirrt,
spritzt Blut, erschreckt die Leut, es irrt
wer meint, dass dieser Spuk ein falscher ist.
Doch dann kam für den TÜV die Frist
Dass er die Bahn sollt überprüfen.
Umfangreiche Untersuchungen liefen.
Letztendlich kamen die Behörden zu dem Schluß
Dass diese Geisterbahn man schließen muß.
a) Weil der Geist nicht im DIN zu messen ist
b) Weil man seine Lohnsteuerkarte vermißt.
Deshalb vom Arbeitsamt dann auch ein Bußgeld kam
Das der Geisterbahnbesitzer sich zu Herzen nahm.
Er war jedoch ein schlauer Kopf
Packt die Gelegenheit beim Schopf
Und meldete darauf sodann
Den Geist nach dem 320-Euro-Gesetzt als Billiglohnkraft an.
Jetzt spukt er im Monat vierzig Stunden
So wie es als legal empfunden.
Zufrieden ist der Vater Staat
Dass alles seine Ordnung hat.
Der Geist findet es auch in Ordnung so,
der Geisterbahnbesitzer war sehr froh,
das Arbeitsamt und der TÜV zufrieden,
der Kundschaft konnte man was bieten.
Ja, schön ist so 'ne Geisterbahn
Wo man echt was erleben kann.
Mister Universum
Der Neanderthaler schaut zum Himmel
und er kratzt sich seinen Pimmel
als ein Kugelraumschiff mit zwei Busen landet
und Weltraumfrauen, leicht gewandet
von Antares, Wega, Sirius bis zu den Plejaden
kommen zu testen seine Liebestaten.
Ugga-Ugga, Tschumba, Wumm,
Neandermann legt alle um.
Nachdem er sie mit der Keule auf den Kopf geschlagen
packt er am Schopf sie oder Kragen
und schleift sie gleich in seine Höhle.
Beim Sex grunzt er tief aus der Kehle
und rammelt durch die ganze Nacht
weshalb die Steinzeit-Lover sehr gefragt.
Denn auch im Jahr Elftausend steht
so manche auf Primitivität.
Egal ob Alien, humanoide Frau,
es geht zur Sache gleich im Bau
weshalb sich die Neanderhöhlen
intergalaktisch Frauen sehr empfehlen.
Kommen mit Raumschiff und per Transmitter an
zu testen den Neandermann.
Sie loben die Neanderkraft
weil sie Urzeitwonnen schafft.
Und es verbringt so manche Weltraumfrau
den Urlaub im Neanderbau.
Den Weltraum hat sie jeden Tag,
den Neander nicht mit seinem Schlag.
Dem Held in der Fellbekleidung mit der großen Keule
verzeiht sie auch so manche Beule.
Ugga-Ugga, Tschumba, Wumm,
Sex ist kein Mysterium.
Und wer viel zaudert, fragt zuviel,
der kommt dabei nicht an das Ziel.
Vorträge über Technik, Geld, Karrier, Kultur,
leiten leicht in die falsche Spur.
Neander redet nicht viel rum
macht Ugga-Ugga, Tschumba, Wumm.
Der betrunkene Vampir
Es ist kein Mensch und auch kein Tier
bloß ein besoffener Vampir
der im Zickzack durch die Lüfte taumelt
an der Newa in einen Baum reinkracht und baumelt
dort mit dem Kopf nach unten hängt
die Aufmerksamkeit so auf sich lenkt.
Kurz bevor erschien die Polizei
macht er sich mühsam wieder frei
und flattert zu des Kremls Spitze
wo er sich hinhängt zum Ruhesitze.
Von dort hat er sich übergeben
wie's bei Betrunkenen halt geht soeben.
Er sitzt da bis die Sonn aufgeht
und er schon fast in Flammen steht
wonach er dann mit letzter Kraft
die Flucht ins Mausoleum schafft.
Dort lag er, furchtbar war's ihm schlecht
wie's jedem geht, der zuviel zecht.
Er hatte nur noch eins im Sinn:
Nie wieder beiß ich Rasputin.
Raumfahrerleben
Der Raumfahrer Jack Blaster
der hatte viele Laster.
In den Outer-Rim-Kaschemmen frönte er dem Suff,
auf den Sirius-Planeten wohnte er gleich im Puff
bis ihm mit wildem Temperament
eine hundeköpfige Sirianerin mit einem Biß den Penis abgetrennt.
Die Galakto-Meds von Antares brachten dann
bei ihm eine Prothese an,
halborganisch, sehr sensibel,
das fand Jack Blaster gar nicht übel.
Doch als er die Rechnung mußt bezahlen
erlitt er große Seelenqualen.
Zumal ihn noch die Spielsucht plagt
er in den Casinos von Alpha Centauri hohe Einsätze wagt.
Nachdem er alles hat verspielt
er die Schuldeneintreiber vom Planeten Golath fühlt
die überschwer und untersetzt
ihn jagen durch die Galaxis jetzt.
Weil sie ihn an die Organbank verkaufen wollen
damit soll er die Schulden zollen.
Auch frühere Geliebte mit Alimentenforderungen, von Feinden ein Heer,
waren hinter dem Jack Blaster her.
Als galaktischer Prospektor fing er dann
nach Edelmetallen und -gasen zu suchen an.
Doch leider hat er nichts gefunden
und ganz umsonst sich abgeschunden.
Sein Raumschiff hat er dann versetzt
arbeitet unter falschem Namen für eine Interstellare Bergbaugesellschaft jetzt.
Einmal am Zahltag macht er einen drauf
das ist nun seines Lebens Lauf.
Sein rechter Arm ward von einem Asteroiden ihm zerfetzt
den ersetzt eine Einfach-Mechanprothese jetzt.
Ja, schlimm ist des Jack Blasters Los,
die Laster waren ihm zu groß.
Er war halt viel zu unsolid
und schlecht nur seines Glückes Schmied.
Inzwischen ist er alt und grau
läßt nur noch selten raus die Sau.
Und manchmal unterm Sternenzelt
er Rückschau über sein Leben hält.
Dann säuft er, singt die alten Lieder,
und meint voll Trotz: "Ich tät's grad wieder!"
Der Rot-schwarz-blau-gelb-grün-rosa-blau-
weiß-grau-braun-pinkfarben-orange-ila Korsar
Jean Lafitte, der Schrecken der Karibik, hat brandrotes Haar,
darum nannte man ihn "Der Rote Korsar",
dann ist er in ein Faß voller Teer gefallen
da hieß er "Der Schwarze Korsar" bei allen.
Voll Zorn soff er sich vier Wochen lang blau
und macht als "Der Blaue Korsar" die Schau.
Durch Gelbsucht ist er dann gelb geworden
und hieß "Der Gelbe Korsar" nun allerorten.
Grün ward er oft durch die Seekrankheit
und hieß "Der Grüne Korsar" in dieser Zeit.
Manchmal, wenn er sehr braun gebrannt
hat man ich auch "Der Braune Korsar" genannt.
Zudem war er homosexuell
den Beinamen "Der Rosa Korsar" hatte weg er dann schnell.
Und wenn er weiß vor Schrecken war
nannte man ihn "Der Weiße Korsar" sogar.
Als mit der Zeit sein Haar dann grau geworden
nannte man ihn "Der Graue Korsar" in Häfen und Orten.
Dann färbte er sie wieder rot
und als "Der Rote Korsar" er die Seefahrt bedroht.
Der Seeadmiral Don Rodrigo flucht fürchterlich:
"Was soll auf die Steckbriefe schreiben nun ich?
Der Rote, der Schwarze, der Gelbe, der Grüne, der Braune, der Rosa,
der Weiße, der Graue Korsar?
Wie nenn ich den Bastard bloß dieses Jahr?"
Die Spanier haben ihn dann doch gefangen, grausam gequält,
gepeitscht und gesotten, seine Haut abgeschält,
Orangefarbe kam dabei heraus,
als der "Der Orangene Korsar" brach aus dem Gefängnis er aus.
Nach einem Schlaganfall ward er lila gar
und lebte noch eine Weile als "Der Lila Korsar".
Auf seinem Grabstein geschrieben dann stand:
Hier liegt Jean Lafitte, der der Rot-schwarz-blau-gelb-grün-rosa-
blau-weiß-grau-braun-orange-lila Korsar genannt.
Nicht mal der Teufel blickt mehr durch zu dieser Frist
welche Farbe nun seine echte ist.
Vor Zorn läßt er ihn nicht in die Hölle hinein
drum muß der Lafitte wohl im Himmel sein.
Der Prothesen-Korsar
Der Bruder von Jean Lafitte, dem Rot-schwarz-blau-gelb-
grün-rosa-blau-weiß-grau-braun-orange-pinkfarben-lila Korsar
war Raoul Lafitte, der Prothesen-Korsar.
Beim Entern ward ein Auge ihm ausgeschossen
die schwarze Augenklappe trägt er seitdem unverdrossen.
Ein Haifisch biß ihm ab ein Bein
einen hölzernen Stelzfuß hat nun das arme Schwein.
Die rechte Hand, die man ihm im Kampf abgeschlagen
ersetzt Raoul Lafitte ein stählerner Haken,
durch Säbelhieb, Musketenschuß,
sein Geschlechtsteil gar dran glauben muß.
Doch als Ersatzglied hat parat
er dann ein Kautschuk-Implantat
mit einer Kurbel, hochzuleiern,
was wenig bringt bei gipsnen Eiern.
Seminolenindianer haben ihn skalpiert
eine Perücke ihm den Schädel ziert
wobei seine Schädeldecke aus Silber ist
die echte er seit einer Breitseite vermißt.
Die Nase ward ihm abgeschlagen
auch hier muß er eine aus Kautschuk tragen.
Die Zähne sind auch nicht mehr echt
damit kaut sich's mehr schlecht als recht.
Statt Unterkiefer hat am Kinn
er einen Walroßknochen drin.
Sein Hinterteil war weggebrannt
ein angenähtes Lederpolster ihm zum Sitzen zur Verfügung stand.
Und rechts, da fehlen ihm vier Rippen
zerschmettert bei dem Sturz von Klippen.
Deswegen hat er ein Korsett
das tragen muß er auch im Bett.
Die linke Hüfte, das rechte Knie
erneuerte ihm ein Arztgenie.
Doch hat Raoul Lafitte nie geklagt
und jederzeit jeden Kampf gewagt
wobei er, wenn ihm nichts andres blieb
sein Holzbein abschnallt und damit hieb.
Ja, so waren sie in den guten alten und blutigen Zeiten,
kein heutiger Seeräuber reicht mehr heran an die beiden.
An den Rot-schwarz-blau-gelb-grün-rosa-blau-weiß-grau-braun-
orange-pinkfarben-lila und an den Prothesen-Korsar,
denen der Ozean Wiege und Sterbebett war.
Hojoho, hojoho, hojoho,
Piraten sind lustig, die Seefahrt stimmt froh.
Der Wüstlings-Korsar
Stammkunde in allen Bordellen der Karibik war
der Holländer Jokus van Rijnsteck, genannt "Der Wüstlings-Korsar".
Er übte täglich, wenn es sein mußte Stunden
bis er eine neue Stellung beim Sex hat gefunden.
Er kannte schon der Stellungen 22.010
und es war kein Ende noch nicht abzusehn.
Mit seinem Dreimaster der "Scharfen Henriette"
segelte er mit dem Teufel selbst um die Wette,
er segelte wie der Wind so schnell
böse Zungen hießen sein Schiff ein schwimmend Bordell.
Denn damit betrieb er schlimmen Wandel
den Sklaven- und den Frauenhandel.
Beim Frauenhandel war er selber sein bester Kunde
nahm jeder Frau an Bord sich an manche Stunde.
Er kannte unglaubliche Schweinerein
und jeder Pirat wollte bei ihm in der Mannschaft sein.
Doch dann schlug hart das Schicksal zu
es kam der Tod, mit dem er schon lange per Du.
Er kriegte die Lepra, da fiel ihm der Penis ab
da hängte er an der Rahe sich auf, fand ein Seemannsgrab.
Doch in der Erinnerung lebte er fort, und Jahr um Jahr
woben sich Legenden um ihn, den man genannt "Der Wüstlings-Korsar".
In Batavia hat man zuletzt ihn gesehn
im Jahre des Herrn Siebzehnhundertundzehn.
Dort auf dem Marktplatz in der Tropensonne
steht heute sein Denkmal, man sieht es mit Wonne.
Er zeigt und es ragen empor zum Himmel
sein blanker Degen genau wie sein Pimmel.
Sexistisch, wild, wüst, wild war sein Piratenleben
so mancher hat ihn beneidet drum eben.
Doch war dann alles dies für ihn vorbei
- er starb nachdem er entdeckt und notiert die Stellung 25.103.
Der Stink-Korsar
Man nannte ihn den Stink-Korsar, er hieß Hajo de Vries
schlimm roch sein Atem und noch mehr seine Füß.
Die Wolke jeden Feind bezwang
gegen den er den Säbel oder das Enterbeil schwang.
Es konnt kein Gegner ihm widerstehn
- einmal angehaucht, und es war um ihn geschehn.
Er taumelt, von dem Hauch getroffen
ward von de Vries geköpft, erstochen.
Da half nicht Tapferkeit noch Jammer,
nicht einmal eine Nasenklammer,
weil der Gestank, ob kurz, ob lang
letztendlich durch die Poren drang.
Die Kapitäne der Spanischen Silberflotte allemal
bebten vor ihm in großer Zahl.
Und beteten, flehten jeden Morgen dies:
"Gott, schütze uns vor dem Stink-Korsar de Vries,
und mache, dass der Wind sich dreht,
falls doch unter der Totenkopfflagge uns entgegen sein Atem weht!"
Nur ein kühner Lotse, Rodrigo Gonzales
nahm mit de Vries auf den Kampf und wagte alles.
Nachdem er drei Monate nur Knoblauch und Zwiebeln gegessen
trat er an mit de Vries im Kampf sich zu messen.
Sie hauchten an und schlugen sich,
bekämpften sich mit Hieb und Stich.
Es wagt sich keiner in die Näh
selbst die Schiffsratten sprangen vorm Gestank in die See.
Und Möwen fielen tot vom Himmel
von dem Geruch beim Kampfgetümmel.
Der Kampf ging unentschieden aus
Rodrigo Gonzales reist hoch gelobt als Held nach Haus.
Doch den Gestank ist er nie mehr los geworden,
da half ihm kein Waschen, vom Parfüm keine Sorten.
Er kam nach Madrid - ins Königsschloß durft er nicht hinein,
weil sein Geruch macht große Pein.
Doch reicht ihm, als er im Palasthof im Freien stand
sein König an langer Stange vom Fenster aus eine künstliche Hand.
An der Hand hing ein Zettel, darauf stand: "Eine Bitte -
Adelsbrief, Orden, tausend Reales - komm mir nie in die Nähe - Dein Alfonso der Dritte."
Ein Fremder ohne Namen
Ein Fremder kam nach Laramie
Er nannte seinen Namen nie.
Selbst einem Duell wich er darum nicht aus
Und niemand bracht je aus ihm seinen Namen heraus.
Nachdem er so am Tod von sechs Gegnern schuld
Verlor der Sherif die Geduld.
Er hielt ihm die Schrotflinte vor den Bauch:
"Du sagst mir deinen Namen sofort wie es der Brauch
damit ich prüfen kann ob du steckbrieflich gesucht,
bist als Verbrecher vor dem Gesetz auf der Flucht."
Da sagte der Fremde: "Gut, du sollst ihn hören."
Doch vorher mußt du mir Geheimhaltung, Stillschweigen schwören.
Deinem Eid will ich trauen, er bietet mir Schutz:
Ich heiße Ebenezer Maria Linkswichser-Rappeldiwutz."
Und als der Sheriff darauf laut schallend lacht
Da hat auf der Stell er ihn umgebracht.
Er floh aus der Stadt noch in selbiger Nacht
Hat bis nach Montana sich weit weg aus dem Staube gemacht.
- Ein Fremder kam nach Miles City
er nannte seinen Namen nie...
Der (uns bisher) fremde Mutant
Sein Name war Hugh Kalenor
er war der Star von Rhodans Mutantenkorps.
Doch leider zog sein Parasinn
ihn oft in Bars und Bordelle hin.
Wenn dann die Rechnung ward serviert
hat er sich wegteleportiert.
Der Großadministrator zu ihm spricht:
"Kalenor, so geht das nicht.
Noch einmal löse ich dich aus -
wenn's wieder vorkommt, fliegst du raus."
Worauf dann der Hugh Kalenor
dem Perry Rhodan Bessrung schwor.
Leider hat es nicht lange gut getan
weil er sich nicht beherrschen kann.
Worauf ihm wegen seinem Trieb
nur der Wechsel zu Terras Feinden blieb.
Darauf sprach Perry sehr brüskiert:
"Mit Gucky wär das nicht passiert.
Hat der einmal einen Ausraster
sind Mohrrüben sein großes Laster."
Fremd in fremder Galaxis
Fremd sind mir die Sterne am Himmel
fremd meine drei Beine und dieser spiralige Pimmel.
In eine fremde Galaxis, in ein fremdes Wesen ward ich transportiert
nur weil so ein Depp den Transmitter hat falsch programmiert.
Hätt' ich bloß einen anderen Provider als die Intergalactic-T-Online genommen
dann wäre dies nicht vorgekommen.
Ich trat in die Kabine am Terra Port
- und jetzt? Wie komme ich hier wieder fort?
UFO
Weißt du, warum sie zu uns kommen, die Aliens, die Fremden aus dem All?
Zum Fremdgehn, nur deshalb, ein ganz klarer Fall.
Den Tatbestand, was ihn sehr ehrt
hat W. K. Giesa aufgeklärt.
Und ich, der Earl Warren, ich habe entdeckt:
UFO, das heißt in Wirklichkeit Unknown Fucking Object.
Der Fremde im Urlaub
In Urlaub fuhren zwei Damen
und ein Fremder ohne Namen
gab ihnen seinen Samen
worauf Zwillinge und ein Baby zur Welt dann kamen.
Danach gab es dann Dramen
weil keine kannt des Vaters Namen
- da taten sich die Damen schamen.
Der Fremde in der Firma
Als er kam, war er ein Fremder
er war einsam und allein.
Kurz darauf, da kannt ihn jeder,
und es hieß: So'n blödes Schwein.
Kam er in die Firma, lief ein Raunen vor ihm her:
Da kommt er schon wieder, ach, schon wieder der.
Fremd in der Fremde
Sie lebt fremd in der Fremde unter Fremden ein Jahr,
ward sich selbst immer fremder, sehr befremdend das war.
Um sich wiederzufinden fing sie Liebschaften an
und kehrte dann schwanger in die Heimat heim dann.
Ach Mädchen, ach Mädchen, was hat das Au-pair dir gebracht?
Paar Sprachkenntnisse, paar Dollars und Kindergeschrei in der Nacht.
Fremd ging der Fremde
Fremd ging der Fremde,
befremdet kehrt er zurück,
das Fremdgehen in der Fremde,
das bracht ihm kein Glück.
Jetzt geht er fremd bei der Nachbarin
und findet darin Erfüllung und Sinn.
Die Blondine und der Fremde
Blondine, was schaust du, du meinst, ich bin fremd?
Das können wir ändern, heraus aus dem Hemd.
Total fremd
"Ach Fremder, es ist mir so fremd dein Gesicht,
die Augen, die Ohren, die Stimme, die spricht.
Fremd deine Kleidung und fremd dein Gang,
fremd die Figur und die Haare, halblang.
In meinem Leben, und ich bin schon etwas alt
sah ich noch nie solche fremde Gestalt.
Mein Eid darauf, niemals zuvor sah ich ich dich,
oder es will auf der Stelle tot umfallen ich."
"Ach was, spinn nicht rum, lass die Alzheimer-Schau,
ich bin es, dein Kumpel, du schuldest mir 500,-- EURO und weißt es genau."
Der Baron des Schinderhannes
Als Schinderhannes einst besoffen
stand weit ihm seine Hose offen
raus hing die Zierde jedes Mannes,
des Schinderhannes Schinderhannes.
Drum ward in Mainz er inhaftiert
und dann dem Richter vorgeführt.
Der sprach zu ihm: "Ha, Übeltäter,
dein Penis ward dir zum Verräter.
Dadurch ward die Aufmerksamkeit auf dich gezogen
ist deine Tarnung aufgeflogen.
Nichts nutzt dir mehr der falsche Bart
mit dem du uns zuvor genarrt.
Jetzt, Schurke, gehst du auf's Schaffott,
und deiner Seele Gnade Gott!"
Darauf der Schinderhannes sprach:
"Es hilft mir doch kein Weh und Ach!
Doch es hat die Justiz zehntausend Dukaten für meine Ergreifung ausgesetzt,
die fordere ich für meinen Pimmel jetzt
ohne den ich niemals überführt
und dem die Belohnung nun gebührt."
Die Gelehrten untersuchten und diskutierten den Fall
lange Zeit und sprachen dem Penis zu die Belohnung all.
Damit alles Recht und Ordnung hat
im Deutschen Reich und zu Mainz in der Stadt.
Und damit man ihm diese formaljuristisch zu Recht gewährt
wurde des Schinderhannes Penis zur juristischen Person erklärt.
Worauf der Räuber frech sodann
für seinen Pimmel durch Kauf den Titel von einem Reichsbaron gewann.
Einen Reichsbaron - und damit den Schinderhannes - konnt man nicht töten
so war er weg von seinen Nöten.
Für einen Ehrenorden hat das Geld auch noch gereicht
worauf dann der Schinderhannes stolz seinen Penis mit Orden zeigt.
In offener Kutsche fuhr er herum und zeigte im Stehn
den Ordensträger, damit ihn jeder konnt sehn.
Es jubelt das Volk, Soldaten präsentiert das Gewehr
und erwiesen dem Penis des Schinderhannes die Ehr.
Der Jubel klang laut: "Hoch leb der Kujon,
vivat, vivat dem Reichsbaron!"
Besonders auch die Weiblichkeit
war von dem Baron begeistert zu jener Zeit.
Sogar zu einer Herzogin
rief man zur Privat-Audienz ihn hin.
So ward der Schinderhannes begnadigt
sein krummer Lebensweg begradigt.
Jedoch ging das nicht lange gut
weil tief in seiner Brust das Böse ruht.
Er fuhr dann bald zu rauben fort
und machte weiter bis zum Mord.
Ward wieder ergriffen, hingerichtet dann
wovor ihn auch sein Reichsbaron nicht retten kann.
Denn die Juristen mit viel Tücke
fanden eine Gesetzeslücke.
Und ließen auf den Grabstein schreiben: Hier ruhn in Frieden,
zwei, die sich nie getrennt hinnieden
im Leben wie im Tod vereinigt liegen an diesem Platz
der Räuber Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, und der Reichsbaron Pimmel von Hosenlatz.
Zwei Grafen
Es brannt der Graf von Luxemburg
mit der Frau des Grafen von Monte Christo durch.
Der von Monte Christo war entsetzt
in seinem Stolze tief verletzt.
Weshalb sich die zwei Grafen
zu einem Duell im Walde trafen.
Der Graf von Monte Christo hat verdrossen
dem Graf von Luxemburg die Hoden weggeschossen
und sprach zu ihm in kaltem Hohn:
"Mon ami, das hast du nun davon!"
Die Gräfin von Monte Christo wurde bleich
und sprach: "Das ist ein schlimmer Streich.
Wie soll denn dieser Hodenlose
befriedigen mir meine Dose?
Zudem hat er nicht halb soviel Geld
wie er hat prahlend mir erzählt.
Ich geh zurück zu meinem Alten
dem Griesgram, dem, mit seinen Falten."
Doch als sie zu dem Schlosse kam
sprach der Graf von Monte Christo kühl: "Madame,
Sie möchten sich zum Teufel scheren,
und tun Sie's nicht, werd' ich Sie lehren
dass Sie hier nichts mehr zu suchen haben.
Oder Sie landen in des Schlosses Graben."
Danach reicht er die Scheidung ein
und lebte in dem Schloß allein.
Die Gräfin aber schaute dumm
und trieb sich ohne Kohle in der Welt herum.
Sie baggert viele Männer an
doch fruchtlos blieb ihr Heiratsplan.
Oft warf sie ihre Netze aus
doch es wurde keine Adelsehe mehr daraus.
Doch dann kam der Baron von Maltersack
der so fett war dass er sprengte jeden Frack
der fiel auf die geschiedene Monte Christo rein
hielt um sie an und wollt sie frein.
Es läuteten die Hochzeitsglocken
die Gräfin konnte nun frohlocken.
Zwar war er fett und nur Baron
doch er hatt' viel Geld, was macht's da schon?
Der Baron täglich Kapaunen mit Trüffeln fraß
noch fetter wurde und Sex und die Baronin ganz vergaß.
Bis auf einmal im Monat, wo er schweißtriefend und mit Geprust
gefrönt mit ihr der Fleischeslust
dabei er so entsetzlich keucht
dass man meint, dass ihm das Leben gleich entfleucht.
Weshalb sich dann die Baronin raffiniert
schadlos hielt und mit dem Lakai und den Stallburschen amüsiert.
So hat ein jeder sein Pläsier
in dieser Ehe dann allhier.
Die Baronin kriegte die vier Kinder, die sahen alle verschieden aus
der Maltersack macht sich nichts draus.
Bis ihn der Schlag hinweggerafft
und man ihn in die Gruft dann schafft.
Später, in hohem Alter, welch ein Hohn
schrieb die Baronin Bücher über den guten Ton
Benehmen und die Etikette
bei Hof, bei Tisch und auch im Bette
wobei sie sich ganz sittsam gab
die letzten Jahre bis zum Grab.
Der Graf von Luxemburg sang nach dem Duell im Knabenchor
und an dem Tag, an dem die Eier er verlor
wird in Luxemburg seitdem halbmast stets geflaggt
und feierlich sein Leid beklagt.
Wir lernen hier: Es ist der Adel
nicht immer ohne Fehl und Tadel.
Und: Nimm dir nie deines Freundes Weib
zur Liebe und zum Zeitvertreib.
Denn dieses nimmt ein böses Ende
davon spricht die Geschichte Bände.
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